Dorfentwicklung
Jahrhundertprojekt schreitet voran: In Diepoldsau soll ein neues Dorfzentrum entstehen

Die Pläne zur Zentrumsentwicklung wurden der Diepoldsauer Bevölkerung vorgestellt und stiessen auf Zustimmung.

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Läuft alles nach Plan, könnten Mitte 2023 die Bauarbeiten für das neue Dorfzentrum starten.

Läuft alles nach Plan, könnten Mitte 2023 die Bauarbeiten für das neue Dorfzentrum starten.

Bild: Seraina Hess

(gk/red) Es ist ein gemeinsames Jahrhundertprojekt, das die Gemeinde Diepoldsau, die Raiffeisenbank Diepoldsau-Schmitter und die Ortsgemeinde Schmitter am Mittwoch in der Mehrzweckhalle Kirchenfeld der Öffentlichkeit vorstellen durften. Ein neues Dorfzentrum mit fünf Gebäuden. «Es ist vorbildlich und etwas ganz Besonderes, wenn sich drei Parteien zusammenraufen und das Dorfzentrum gesamtheitlich entwickeln und gestalten wollen», sagt Fachpreisrichter Dieter Jüngling in seinen Ausführungen den 200 Diepoldsauerinnen und Diepolds­auern im Saal.

Alle drei Parteien hatten ihre Grundstücke im Dorfkern für eine Überbauungs- und Nutzungsstudie zur Verfügung gestellt. Oberstes Ziel der Studie war es, die bestmögliche Lösung zur Nutzung des Dorfzentrums zu finden und dieses gleichzeitig zu beleben. In der Folge wählte ein Beurteilungsgremium Anfang Jahr die beste Variante aus drei Vorschlägen aus. Das Siegerprojekt eines Diepoldsauer Ar­chitektenteams, bestehend aus Willi Lässer, Jesco und Dominik Hutter sowie der Ventira GmbH, wurde an der Infoveranstaltung der Bevölkerung vorgestellt.

Mit fünf Neubauten den Dorfkern aufwerten

Vertretend für das ganze Architektenteam hat Dominik Hutter die Pläne vorgestellt. «Da wir alle aus Diepoldsau sind, war es uns wichtig, eine möglichst gute Lösung für das Dorf zu finden», sagt Hutter und fügt an: «Mit unserem Projekt werten wir das ganze Dorf und vor allem die Aussenbereiche und Plätze im Zentrum auf.» Das Projekt besteht aus fünf Neubauten und der Gestaltung der Aussenräume: Unter anderem soll ein neues Raiffeisenbank-Gebäude am Standort der heutigen Freihof- Liegenschaft mit Tiefgarage und der Möglichkeit eines zusätzlichen Wohn- und Gewerbehauses entstehen.

Ausserdem soll auf dem heutigen Postareal ein fünfgeschossiges Gebäude mit Restaurant und Veranstaltungssaal mit Bühne, mit bis zu 400 Sitzplätzen, sowie zehn Wohnungen mit Tiefgarage gebaut werden.

Ebenfalls im Zentrum soll ein Schulhaus-Neubau zur Erweiterung des Primarschulhauses Mitteldorf mit Schülerhort und ein zusätzliches Wohn- und Geschäftsgebäude erstellt werden.

Die Pläne vermögen durch eine gesamtheitliche und nachhaltige Entwicklung des Dorfzentrums zu überzeugen. Alle Beteiligten betonen die gemeinsamen Nutzungsmöglichkeiten und die Belebung des Dorfplatzes. Die Schule weist zudem auf die veränderten Bedürfnisse an ein Schulhaus hin und dass man schon viel zu lange in einem Provisorium unterrichten müsse.

Mehrheitlich positive Reaktionen

Bei den anwesenden Diepolds­auerinnen und Diepoldsauern kommt das Projekt gut an. «Das Projekt verdichtet und schafft gleichzeitig Räume, wo sich die Bevölkerung treffen kann», sagt Jürg Sonderegger. Auch Luzia Hutter freut sich: «Wir bekommen endlich einen Dorfkern, wo man draussen sitzen und gemeinsam etwas trinken kann.»

Gemeindepräsident Roland Wälter ist begeistert vom grossen Rückhalt aus der Bevölkerung: «Ich denke, dass wir das Dorfzentrum in naher Zukunft weiterentwickeln können.»

In einem nächsten Schritt wird ein Masterplan ausgearbeitet, bevor es an die Landverhandlungen und die Ausarbeitung eines konkreten Bauprojekts geht. Läuft alles nach Plan, starten die Bauarbeiten Mitte 2023.

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