Ja zur Rebbergerweiterung

ALTSTÄTTEN. Rechnung und Budget der Ortsbürgergemeinde waren gestern unbestritten. Sie wurden diskussionslos gutgeheissen. Damit kann der Rebberg am Forst um 37 Aren vergrössert werden.

Max Tinner
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81 Ortsbürger kamen an die diesjährige Ortsbürgerversammlung – knapp drei Prozent aller Stimmberechtigten. (Bild: Max Tinner)

81 Ortsbürger kamen an die diesjährige Ortsbürgerversammlung – knapp drei Prozent aller Stimmberechtigten. (Bild: Max Tinner)

Die Altstätter Ortsbürger legten an ihrer Ortsbürgerversammlung gestern in der reformierten Kirche ein Bekenntnis zur Rheintaler Weinbaukultur ab, die früher noch um einiges bedeutender war als heute. Mit dem Ja zum Budget haben die Ortsbürger nun der Erweiterung ihres Rebbergs am Forst um knapp 40 Aren auf 200 Aren gutgeheissen. Die Rebbergerweiterung («Rheintaler» und «Volkszeitung» stellten das Projekt bereits ausführlich in der Ausgabe vom 8. April vor) kostet rund 140 000 Franken, wobei der Verein Pro Riet Rheintal Beiträge in Höhe von 60 000 Franken an die geplanten ökologischen Aufwertungsmassnahmen leistet.

Trotz allem ein gutes Jahr

Ihre Reben sind die wichtigste Einnahmequelle der Ortsgemeinde Altstätten. Damit kann sich ein kaltes und regnerisches Jahr durchaus auf den Jahresabschluss auswirken, wenn auch mit Verzögerung, da eine Jahresernte ja erst ein Jahr danach als Wein auf den Markt kommt. Obwohl das Wetter letztes Jahr sehr unbeständig war, ein Teil der Chardonnay-Trauben einem Hagelschlag zum Opfer fiel und wegen der Kirschessigfliege auch in den Altstätter Reben beim Wimmen praktisch jede Traube handverlesen werden musste, sprach Bürgerratspräsident Jacques Sinz gestern aber von einem guten Rebjahr 2014: «Wir sind mit der Ernte qualitativ und quantitativ zufrieden», sagte er. 6660 kg Blauburgunder- und 5000 kg Chardonnay-Trauben blieben am Ende, was sogar deutlich mehr ist als im Vorjahr.

Erstmals eine Spätlese

Erstmals hat man einen Teil der Trauben länger hängen lassen und als Spätlese geerntet. Auch mit dem Zuckergehalt der Trauben ist Jacques Sinz zufrieden: Zwischen 93° bis 95° Oechsle resultierten bei den Blauburgundertrauben, bei jenen der Spätlese sogar 100°. Auf das Resultat der Kelterung ist man bereits jetzt gespannt.

Keine Einbürgerungsaktion

Bedauern zeigte Jacques Sinz, dass der Stadtrat nicht Hand bot für die Einbürgerungsaktion, welche dieses Jahr viele Ortsgemeinden im Kanton für seit längerem ansässige Schweizer Bürger durchführt. Alle Altstätter Rhoden hätten die Aktion unter der Führung der Ortsgemeinde unterstützt.

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