Irrfahrt über Frauenfeld

Zwischen 50 und 100 Zugpassagiere sind Samstagnacht versehentlich Richtung Konstanz statt Richtung St. Gallen gefahren.

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Es ist kurz nach Mitternacht, als in Winterthur die Lautsprecher in einem Thurbo-Zug die Weiterfahrt nach St. Gallen verkünden. So weit so gut. Dumm nur, dass die Durchsage falsch war. Der Zug fährt weiter Richtung Frauenfeld und Konstanz. Dies berichtete gestern «FM1 Today». Ein Securitas-Mitarbeiter versuchte, die Leute noch vor Abfahrt des Zuges zu informieren. Leider zu spät. In Frauenfeld eingetroffen, strömen über hundert Passagiere auf das Perron. «Es war falsch ausgeschildert. Wir hätten auch gemäss Lautsprecherdurchsage nach St. Gallen fahren müssen», sagt eine Passagierin. Die falsch transportieren Passagiere waren gezwungen, in Frauenfeld den Zug Richtung Romanshorn zu nehmen.

Zusatzwagen als Ursache?

Thurbo geht davon aus, dass der Waggon tatsächlich falsch beschildert und auch die Lautsprecherdurchsage falsch war. Werner Fritschi, Mediensprecher von Thurbo, hält gegenüber «FM1 Today» fest, dass Beschilderung und Lautsprecherdurchsage gekoppelt seien. «Normalerweise fährt der Zug mit zwei Waggons, wobei jeweils einer nach Konstanz fährt und einer nach St. Gallen.» Aufgrund des Weihnachtsmarkts in Konstanz sei dieser Zug aber mit einem zusätzlichen Wagen unterwegs gewesen. «Wahrscheinlich lag hier das Problem», sagt Fritschi.

Am Ende verteilten die beiden Kontrolleurinnen Fünf-Franken-Gutscheine als Entschuldigung für die Umtriebe. «So kamen die unglücklichen Zugpassagiere wenigstens zu einem Gratisgetränk.» (pab)