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Irischer Wahnsinn in Rüthi

Die Partypeople von Madness Nation veranstalteten ihren Grossevent unter dem Motto «Irish Madness».
Gerhard Huber
Die Dubliner Band The Led Farmers bestritt mit irischem Indie-Folk-Rock den Hauptact des Abends. (Bild: Ulrike Huber)

Die Dubliner Band The Led Farmers bestritt mit irischem Indie-Folk-Rock den Hauptact des Abends. (Bild: Ulrike Huber)

Die weiblichen Bedienungen in grünen Fräcken mit grünen Zylinderhüten. Viele Herren mit Schiebermützen. Kleidungen mit karierten Mustern, ja sogar einige Kilts, also Schottenröcke, waren zu sehen. Die Dekoration in der Mehrzweckhalle Rüthi war liebevoll und perfekt und huldigte den irischen Kultmarken Guinness und Jameson. Also den beliebten und bekannten Kehlenschmeichlern von der grünen Insel Irland. Eine Insel, die mit ihrer naturgegebenen Schönheit, ihrer ganz eigenen Atmosphäre, mit zahllosen Pubs und kontaktfreudigen, freundlichen Menschen und vor allem auch mit ihrer charakteristischen Musik glänzen kann.

Sieben partyverrückte junge Leute

Grund genug, dass «Madness Nation», das ist eine kleine Truppe von sieben partyverrückten Leuten, schon letztes Jahr die Mottoparty «Irish Madness», also «irischer Wahnsinn» organisierte. Mit Wiederholung in diesem Jahr, denn schliesslich war es ein cooler und gelungener Event. «Früher haben wir ganz normale Konzerte veranstaltet, jetzt machen wir Motto- Events», erzählt Joana Meier, die 24-jährige Chefin von «Madness Nation». – «Nach unseren Mottopartys mit und über Neontanz wollten wir etwas bieten, was nicht nur Junge, sondern auch gemischtes Publikum interessiert. Da war natürlich das Irland-Motto ideal.»

Die Rechnung scheint aufgegangen zu sein. Im Saal tummelten sich wohl über fünfhundert Partygänger von nicht mehr ganz jung bis nicht schon ganz alt. Frei nach dem Motto «My goodness, my Guinness» flossen an den Bars das dunkle Grundnahrungsmittel Irlands und aktuelle Craft-Beers und Ciders in Strömen. Die Stimmung war grossartig. Allein, was lange Zeit fehlte, waren irische Klänge. Denn zuerst musizierten die zwei bestens bekannten Herren von den Acoustic Diamonds und zelebrierten ihr Programm mit Evergreens aus dem vorigen Jahrhundert. Mit Dylan- und Springsteen-Songs, garniert mit Roy Orbisons «Pretty Woman» oder «This Night Tonight» von Nazareth. Aber nichts Irisches.

Nichts Irisches bis beinahe Mitternacht

Anschliessend an die Acoustic Diamonds wurde von den Veranstaltern DJ AmpFire aufgeboten. Dieser unterhielt das Publikum mit allen möglichen Songs von Techno bis zu deutschem Rap. Aber wieder nichts Irisches. Kein U2, kein Johnny Logan, keine Songs von Westlife, Boyzone, den Cranberries oder Snow Pat­rol. Diejenigen unter den Besuchern, die nicht nur wegen des irischen Ambientes und der ebensolchen Getränke gekommen waren, mussten sich bis halb zwölf in der Nacht gedulden, bis die Dubliner Band The Led Farmers auftrat. Doch die Fans der Musik von der grünen Insel wurden für das Warten reich entschädigt. Grossartiger irischer Indie-Folk-Rock, ebenso grossartige Musiker, die traditionell mit Gitarre, Banjo, Bass, Flöten und Drums auftraten, brachten Seele und Herz in Stimmung – und die Halle zum Siedepunkt. Eines der Bandmitglieder wurde sogar zweimaliger «All Ireland Music Champion». Ihr Repertoire umfasste neben Eigenkompositionen auch neu arrangierte irische Folkklassiker. Zum perfekten «Irish-Feeling» fehlten eigentlich nur noch die Stepptänzer von Michael Flatley oder Riverdance.

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