Internationales Flair fehlte ein wenig

Mit den Männern aus Oberentfelden und dem Embracher Frauenteam siegten Schweizer Spitzenmannschaften am 53. Grenzlandturnier auf der Widnauer Aegeten. Der TSV Jona schaffte jeweils den Finaleinzug, musste sich aber in beiden Endspielen geschlagen geben.

Conrad Aschwanden
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Voller Einsatz.

Voller Einsatz.

widnau. Wegen der bereits am Sonntag beginnenden WM für einmal nur an einem Tag fand am Samstag das Traditionsturnier der Faustballer statt. Dennoch massen sich rund 300 Aktive vom Nachwuchs- über den Nationalspieler bis zum Senior sowie auch starke Spielerinnen. Sie absolvierten in fünf Kategorien (Männer A und B, Senioren sowie Frauen und Nachwuchs) total 169 Partien. Auf insgesamt elf Feldern spielten 51 Mannschaften. Der Spielbetrieb wickelte sich so – auf einen Tag beschränkt – wie üblich ab. Was leider etwas fehlte, war der sonst übliche internationale Flair mit der Faustballer-Familie aus nah und fern. Die Brisanz in den Partien fehlte nicht, doch der sonst zündende Funke sprang kaum auf die anwesenden Zuschauer über.

Nationale Spitze plus

Wie von den organisierenden Widnauer Faustballern angekündigt, war das Turnier für einmal klein, aber trotzdem fein. Denn abgesehen von den bereit abgereisten WM-Spielern beteiligte sich die nationale Männerspitze sowie die stärksten Schweizer Frauenteams. Dazu jeweils eine starke Bundesligamannschaft in beiden Hauptkategorien. Dennoch teilten sich die Schweizer Teams die Spitzenplätze. Calws Frauen schafften wenigstens den Sprung in den kleinen Final und Unterhaugstett scheiterte bei gleicher Punktzahl nur knapp am Einzug in die Finalrunde.

Sieben SVD-Teams

Wie immer in der Region, fiel der SVD Diepoldsau mit einer starken Beteiligung und einem grossen Umfeld äusserst positiv auf. Das in der Feldmeisterschaft führende Herrenteam durch vier WM-Spieler arg geschwächt, vermochte sich für einmal nicht in Szene zu setzen. Doch zwei Diepoldsauer Teams standen sich im Nachwuchsfinal gegenüber und in der zweiten Kategorie holten sie sich den Sieg mit einem 19:15 im Endspiel gegen eine Appenzeller Auswahl. Diese dokumentierte eindrücklich den Plausch beim sportlichen Wettkampf, setzte sie sich doch mit Sports-Kollegen aus vier Vereinen zusammen.

Wetterglück

Wenigstens hatte der Wettergott ein Einsehen mit den gebeutelten Organisatoren und bescherte ihnen, wie allen Beteiligten, beste Wetterverhältnisse. Und mit den perfekt hergerichteten Spielfeldern stand so einem Faustballfest nichts mehr im Wege. Mit dem zum grossen Glück erst nach dem Finalabpfiff einsetzenden Regen, verschoben sich die Beteiligten in die schützende Festwirtschaft. Dort sorgten die Rangverkündigung sowie die Verlosung der Tombola-Hauptpreise für Abwechslung. Und dann sorgte die Rock-Cover-Band Name für Spektakel und den Abschluss des 53. Grenzlandturniers. Vom 10. bis 12. August wird nächstes Jahr die 54. Austragung folgen. Wieder mit der absoluten Weltspitze, denn 2012 Jahr stört kein Anlass des Weltverbandes die CH-Turnierwoche.

Ranglistenauszug:

Kat. A: 1. STV Oberentfelden I, 2. TSV Jona, 3. STV Wigoltingen, 4. Faustball Widnau, 5. FG RiWi I. – Kat. B: 1. SVD Diepoldsau, 2. Appenzellerland, 3. FB Montlingen, 4. SV Oberböhringen, 5. STV Horn. – Kat. Senioren: 1. 1. St. Otmar SG, 2. Offenburg, 3. SVD Diepoldsau, 4. SV Oberböhringen, 5. STV Widnau. – Kat. Frauen: 1. FB Embrach, 2. TSV Jona I, 3. STV Schlieren, 4. TSV Calw. 5. TSV Karlsdorf. – Kat. U14: 1. SVD Diepoldsau I, 2. SVD Diepoldsau II, 3. JFB Widnau, 4. SVD Diepoldsau III, 5. Walzenhausen.

Die Zuschauer hatten ihren Spass am Grenzlandturnier, auch wenn es für einmal nicht so hoch dotiert war wie in anderen Jahren. (Bilder: Conrad Aschwanden)

Die Zuschauer hatten ihren Spass am Grenzlandturnier, auch wenn es für einmal nicht so hoch dotiert war wie in anderen Jahren. (Bilder: Conrad Aschwanden)

Neben dem Sport blieb Zeit, um ein gemütliches Jässchen zu klopfen.

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Für Verpflegung war bestens gesorgt.

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Faustball kann auch elegant sein.

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