Interessenten für alle Wohnungen

ALTSTÄTTEN. Das Projekt für die altersgerechten Wohnungen an der Bildstrasse nimmt Gestalt an. Gestern berichteten die Architektinnen den evangelischen Ortsbürgern an ihrer Bürgerversammlung über den Projektstand. Im Juni wird an einer ausserordentlichen Versammlung der Baukredit eingeholt.

Max Tinner
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Die Architektinnen Nicole Reichardt (links) und Eva Lüdi erklären den Waisengutsbürgern das Bauvorhaben. (Bild: Max Tinner)

Die Architektinnen Nicole Reichardt (links) und Eva Lüdi erklären den Waisengutsbürgern das Bauvorhaben. (Bild: Max Tinner)

Sie wird gross, die Alterssiedlung der Evangelischen Waisenguts- und Fondsgemeinde an der Bildstrasse. Bei 36 Wohnungen in zwei Gebäuden wird auf vier und fünf Etagen gewohnt. Hinzu kommen Büroräume im Erdgeschoss. Damit die Baukörper weniger wuchtig erscheinen, haben die Architekten des Zürcher Büros Gäumann Lüdi von der Ropp statt kompakter Kuben eine Gebäudeform gewählt, die in der Aufsicht der Rosette eines vierblättrigen Windrads gleicht. Seit das Büro letztes Jahr den Architekturwettbewerb gewonnen hat und an einer ausserordentlichen Bürgerversammlung der Planungskredit gesprochen worden ist, ist das Projekt detaillierter weiterentwickelt worden.

Ein Bach über der Tiefgarage

Als Knacknuss habe sich der eingedolte Bach erwiesen, der freigelegt werden muss, berichtete Architektin Eva Lüdi gestern den reformierten Altstätter Ortsbürgern an ihrer Bürgerversammlung im Haus Viva. Meist ist das Bächlein, das vom Höfli ob dem Spital her kommt, zwar nur ein mageres Rinnsal – sofern überhaupt Wasser fliesst. Offenbar wird nach den Unwetterereignissen von letztem Jahr nun aber von grösseren Hochwassermengen ausgegangen als früher. Dem muss bei der Dimensionierung des Bachbetts, das zwischen den Gebäuden hindurch geführt wird, Rechnung getragen werden. Kompliziert macht's die Tiefgarage der Überbauung, die unter den Bach zu liegen kommt. Man sei aber auf gutem Weg, versicherte Eva Lüdi.

Das Bachprojekt liege zurzeit beim Kanton, sagte Verwaltungsratspräsident Walter Gerster. Erste Rückmeldungen seien positiv. Ebenso sehe es mit dem Gestaltungsplan aus.

Spitex verzichtet

Was Gerster besonders freut: Auf der Warteliste für die 36 Zwei- und Dreizimmerwohnungen haben sich bereits 40 Interessenten eingetragen. Für die Büroräume im Erdgeschoss des südlichen Baus konkretisiert sich die Pro Senectute als Mieterschaft. Die Spitex, die für die Büros im nördlichen Bau (gegen die Heidenerstrasse hin) vorgesehen war, habe sich hingegen zurückgezogen. Man führe nun Gespräche mit anderen Interessenten, berichtete Gerster.

Bürgerversammlung am 22. Juni

Am 12. Mai wird man den an den Wohnungen Interessierten sowie den Nachbarn das Projekt im Detail vorstellen. Am 4. Juni soll der Kostenvoranschlag stehen, so dass am 22. Juni an einer ausserordentlichen Bürgerversammlung über den Baukredit abgestimmt werden kann.

Bevor die Evangelische Waisenguts- und Fondsgemeinde zwischen den Altersheimen Blumenfeld und Viva die Bagger auffahren lässt, wird allerdings zuerst die Stadt bauen: Voraussichtlich im kommenden Herbst werde sie im Hinblick auf das Bauprojekt die Werkleitungen in der Bildstrasse erneuern, kündigte Walter Gerster an.

Die Visualisierung zeigt, wie die altersgerechte Wohnüberbauung an der Bildstrasse einmal aussehen soll. (Bild: Gäumann Lüdi Von der Ropp Architekten)

Die Visualisierung zeigt, wie die altersgerechte Wohnüberbauung an der Bildstrasse einmal aussehen soll. (Bild: Gäumann Lüdi Von der Ropp Architekten)

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