Projekt Gemüsezentrum in Balgach: Interesse gross, Fragen sehr konkret

Die Fahrmaadhof AG stellte gestern in Balgach das Projekt Gemüsezentrum vor.

Kurt Latzer
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Simon Lässer (links) hatte zu tun, alle Fragen zu beantworten. Auch jene von Bruno Keel und Bruno Zünd (von rechts).

Simon Lässer (links) hatte zu tun, alle Fragen zu beantworten. Auch jene von Bruno Keel und Bruno Zünd (von rechts).

Bild: Kurt Latzer

Wie gross das Interesse am geplanten Gemüsezentrum bei der «Rietmühle» in Balgach ist, zeigte sich gestern Nachmittag schon vor der Öffnungszeit. An einer Bretterwand vor dem Restaurant waren viele Pläne sowie Angaben zu den Betriebsabläufen der Fahrmaadhof AG angeschlagen.

Verkehr, Abwasser, Hochwasserschutz thematisiert

Bruno Zünd und Bruno Keel, beide Anwohner der Rietstrasse, befürchten, mit dem Gemüsezentrum könnten der Schwerverkehr und landwirtschaftli­-che Transporte stark zunehmen. «Das Gegenteil wird der Fall sein», sagte Simon Lässer, Geschäftsführer der Fahrmaadhof AG. Heute werde das Gemüse vom Feld zum Rüsten nach Diepoldsau transportiert. Anschliessend wird das Gemüse von dort nach Rebstein transportiert, für die Verpackung. Von der Gemüsezentrale in Rebstein gelangen die Waren zu den Grossverteilern.

Anders mit dem neuen Gemüsezentrum bei der «Rietmühle» in Balgach. «Die Landwirte liefern direkt in die neue Halle. Dort wird gerüstet, gelagert und verpackt. Anschliessend bringen wir das Gemüse mit eigenen Lastwagen zu den Grossverteilern», sagte der Geschäftsführer. Bruno Zünd nahm Simon Lässer das Versprechen ab, dass keine Sattelschlepper der Grossverteiler die Ware in Balgach abholen. Ein Besucher der namentlich nicht genannt werden möchte, wollte wissen, ob die heutigen Abwasserleitungen beim Betrieb des Gemüsezentrums gross genug seien. «In der neuen Anlage bereiten wir das Abwasser auf. Die Abwasserleitungen sind gemäss unserer Abklärungen gross genug», sagt Lässer. Retentionswasser fliesse in einen neuen Weiher, der neben der Halle geplant sei. Andere wollten wissen, wie der neue Standort des Gemüsezentrums mit dem Hochwasserschutzkonzept des Binnenkanalunternehmens vereinbar sei. Simon Lässer: «Das wurde bei der Planung berücksichtigt. Die neue Halle wird etwa 50 Zentimeter über dem heutigen Bodenniveau gebaut.»

Zur Produktion von Fertigprodukten im Gemüsezentrum sagte Lässer, dass das thermische Behandeln von Gemüse in der Anlage nicht gestattet ist. Dort werde nur gerüstet, gekühlt und verpackt.