Innensanierung ohne neue Bestuhlung

Die katholischen Bürger von Rüthi-Lienz stimmen einer Steuererhöhung von zwei Prozent zu, dies im Zusammenhang mit der bewilligten Aussen- und Innensanierung der Pfarrkirche St. Valentin.

Rösli Zeller
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Präsident Bernhard Neuhold konnte 72 Stimmberechtigte begrüssen. (Bild: rz)

Präsident Bernhard Neuhold konnte 72 Stimmberechtigte begrüssen. (Bild: rz)

RÜTHI. Ausführlich informierte Kirchgemeindepräsident Bernhard Neuhold in seinen einleitenden Worten über das vergangene Jahr und über die geplante Innen- und Aussensanierung der Pfarrkirche.

Aufgrund der Einwendungen von Stimmbürgern, die anlässlich der Vorversammlung eingebracht wurden, ging der Verwaltungsrat noch einmal über die Bücher. Präsident Neuhold stellte deshalb zwei Varianten und eine Stichfrage vor und gab diese auch gedruckt den 72 Stimmberechtigten ab. Die Rechnung 2011 konnte um rund 47 000 Franken besser abgeschlossen werden als budgetiert. Es resultierte ein Ertragsüberschuss von rund 3000 Franken, dies obwohl bei der Kirche in Lienz mehr gemacht werden musste als geplant und ausserordentliche Kosten im Zusammenhang mit den geschützten Linden auf dem Valentinsberg anfielen.

Im Budget 2012 wird mit einem Aufwandüberschuss von knapp 34 000 gerechnet. Rechnung, Budget und Steuerplan wurden diskussionslos und einstimmig genehmigt. Diskussionslos angenommen wurde auch der Antrag betreffend Gemeindeordnung. Der Kirchenrat wird neu von fünf auf vier Mitglieder zuzüglich des Präsidenten verkleinert.

Dem Verwaltungsrat sei es wichtig, der Stimmbürgerschaft einen Weg aufzuzeigen, der der Demokratie weitestmöglich entgegenkomme.

«Der heute Abend gefällte Entscheid im Zusammenhang mit der Innen- und Aussensanierung unserer Pfarrkirche gilt es als demokratisch gerecht zu akzeptieren», macht Präsident Neuhold in seinen einleitenden Worten zum Traktandum der Kirchensanierung aufmerksam.

Der Gesamtbetrag beläuft sich auf 1,148 Millionen Franken. Das Architekturbüro rlc ag, Rheineck, wird mit dem Projekt beauftragt. Der erste Antrag, der die vorgesehene Sanierung jedoch ohne Veränderung der Bestuhlung und der Anzahl Beichtstühle vorsieht, wurde mit 47 Ja- zu 20 Nein-Stimmen deutlich angenommen.

Die Variante 2 (wie im Amtsbericht aufgeführt) wurde mit 35 Nein- und 32 Ja-Stimmen abgelehnt.

Während der Amortisationsdauer von 15 Jahren (2012 – 2026) wird eine Bausteuer von zwei Prozent erhoben.

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