In der Rheinschlucht unterwegs

Die Bedingungen für die Wanderung waren ideal. Sonnenschein, leichter Wind, blauer Himmel, angenehme Temperatur. Das Rauschen des Vorderrheins war Begleitung. Ab und zu kam die Rhätische Bahn ins Blickfeld … REGION.

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Gruppenfoto vor eindrücklichem Hintergrund. (Bild: Rolf Wild)

Gruppenfoto vor eindrücklichem Hintergrund. (Bild: Rolf Wild)

Die Bedingungen für die Wanderung waren ideal. Sonnenschein, leichter Wind, blauer Himmel, angenehme Temperatur. Das Rauschen des Vorderrheins war Begleitung. Ab und zu kam die Rhätische Bahn ins Blickfeld …

REGION. … Imposante Felsabbrüche und speziell geformte Bergspitzen: So lautet die kurze Umschreibung der Wanderung mit den Appenzell Ausserrhoder Wanderwegen VAW durch die Rheinschlucht am vergangenen Samstag.

Nach rund 2-stündiger Bahnfahrt hiess es in Ilanz aussteigen. Danach war ein Kaffeehalt ein «Muss». Nachdem die Lebensgeister wieder auf vollen Touren waren, hiess es Rucksack schultern und los ging es Richtung Castrisch. Dort erfuhr man, dass die Dorf-Kirche im Jahre 1956 renoviert wurde und die rund 350 Fledermäuse auszogen und in der Kirche Sagogn ihre Unterkunft bezogen. Nach der Renovation kamen sie für nicht lange Zeit wieder an den alten Standort zurück und kehrten danach aber wieder ins Nachbardorf zurück. Grund dieses Hin und Her waren die Temperaturschwankungen, und erst nach dem Einbau einer Heizung wurde der alte Standort in Castrisch das endgültige Zuhause für heute circa 180 Fledermäuse. Wanderleiter Rolf Wild führte die Gruppe mit 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf der flachen Wegstrecke dem Vorderrhein entlang zum ersten Zwischenhalt. Auf der linken Seite war der Rhein mit seinen teils steil abfallenden Ufern und auf der rechten Talseite die Bahnstrecke der Rhätischen Bahn. Und der Wanderweg durch viel Wald mit Baumwurzeln und Steinen forderte doch volle Aufmerksamkeit. Die Bahnstation Valendas zeigte den nächsten Standort an. Weiter ging's bis zur kürzlich neu erbauten Bahnbrücke und auf dieser entlang. Danach lud das offene Gelände förmlich ein zu einem längeren Aufenthalt. Schattenplätze, aber auch Platz direkt am Wasser wurden für die Mittagsrast bezogen. Die Pause wurde aber auch ausgiebig dazu genutzt, die wunderschöne, wilde Natur zu erkunden oder die Bootsfahrer bei ihren Steuerkünsten zu beobachten. Allzu schnell hiess es aufbrechen, und dann stand die letzte Wegstrecke bevor, auf der zum Abschluss einige kleinere Auf-und Abstiege zu bewältigen waren. Und auf diesem Abschnitt kam auch die typische Riunaulta, sprich Rheinschlucht, zur Geltung. Imposante Bergspitzen und Felsabbrüche sind Zeugen des gewaltigen Flimser Bergsturzes vor etwa 10 000 Jahren. Mit 8000 Millionen Kubikmeter Fels ist der Felssturz der grösste Bergsturz der Alpen und einer der bedeutendsten weltweit. Wohlbehalten, mit vielen Eindrücken über die Naturgewalten, aber auch voller Zufriedenheit haben alle die Bahnstation Versam erreicht. Vor der Rückreise war noch der Besuch eines kleinen Wirtschaftsbetriebs Abschluss des Wandertages. (RW)