In der Endphase verloren

Der FC Rüthi verliert in der Endphase ein Spiel gegen Schaan 1:2 (1:0), das nach einem Geniestreich von Lüchinger eigentlich schon gewonnen war.

Mäx Hasler
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Alexander Sala (r.) rackerte und ackerte im Mittelfeld. (Bild: Mäx Hasler)

Alexander Sala (r.) rackerte und ackerte im Mittelfeld. (Bild: Mäx Hasler)

FUSSBALL. Dass Fussball manchmal ungerecht ist, zeigte sich am Samstag auf dem Rheinblick deutlich. Rüthi, das klar die bessere Mannschaft war, ging kurz vor der Pause in Führung und verwaltete den 1:0-Vorsprung bis in die 83. Minute. Dann begann Rüthis Untergang.

Die Ausgangslage vor der Partie war klar: Der Sieger hält den Anschluss an die Spitze, der Verlierer wird für einige Zeit zurückgebunden. Zurückgebunden wurde zum Leidwesen des Anhangs Rüthi. Das hätte aber nichts sein müssen. Nicht nur dem Ball ging die Luft aus – nach acht Minuten nach einem Prellball –, auch Rüthi fehlte sie gegen Ende der Partie.

Chancen nicht genutzt

Es war ein gutes Spiel, das die 140 Zuschauer sahen. Nach neun Minuten und 43 Sekunden hatte Rüthi eigentlich in Führung liegen müssen. Doch Sanseverinos Kopfball aus kurzer Distanz wurde vom Goalie Rupf mit einem tollen Reflex abgewehrt. Fünf Minuten später traf Hobel den Ball nicht richtig und die nächste Chance war dahin.

Nach 24 Minuten wurde es brenzlig vor Blaser, doch drei Schaaner brachten den Ball nicht in dessen Gehäuse. Wieder zehn Minuten später war es wieder Blaser, der den möglichen Rückstand verhinderte. Zwei Minuten später hatte Perscio die grösste Chance der Gäste, allein vor dem Tor schlug er jedoch ein Luftloch über dem Ball.

Vier Minuten vor der Pause zeigten die Rüthner einen schönen Angriff, aber mit schwachem Abschluss. Die Matchuhr zeigte die 43. Minute, als Lüchinger Rüthi mit einem Geniestreich in Führung brachte. Sein Freistossschlenzer von der linken 16er-Ecke landete wie gezeichnet in der kurzen unteren Torecke.

Nicht Sanseverinos Tag

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hätte Rüthi den Sack zumachen müssen. Zuerst scheiterte Sanseverino, dem sichtlich der verletzte Sturmpartner Allgäuer fehlte, mit einem Torroller, und auch der wirblige Hobel konnte mit einem Abschlussversuch nach knapp 70 Minuten nicht reüssieren. Im Gegenzug hatte Troisio mit einem Freistoss die Chance zum Ausgleich. Eine Viertelstunde vor Schluss blieb den Zuschauern der Torschrei auf den Lippen stecken, als Sanseverino aus etwa zehn Metern eine 100-Prozentige nicht an Rupf vorbei brachte. Es kam nun, wie es kommen musste, aber nicht hätte kommen müssen. Eine alte Fussballer-Weisheit sagt nämlich, wer die Tore nicht macht, bekommt sie.

Ein Freistoss von rechts verwertete Troisio per Kopf zum überraschenden Ausgleich, der eigentlich in weiter Ferne lag. Es kam noch besser für Schaan und dicker für Rüthi. In der 87. Minute fast die gleiche Situation. Wieder Freistoss von rechts, und diesmal war es D'Elia, der den Ball per Kopf an Freund und Feind vorbei ins Tor beförderte. Beide Male machte Rüthis Abwehr, sonst die Paradereihe, nicht den besten Eindruck. Fazit dieses Spiels: Rüthi verlor in einem eigentlich schon gewonnenen Spiel drei Punkte, weil die Angreifer als auch die Abwehr zweimal schlecht aussahen.

3. LIGA, GRUPPE 2 Rüthi – Schaan 1:2 (1:0) Rheinblick – 140 Zuschauer – SR: Elser. Tore: 43. Lüchinger, 1:0; 83. Troisio, 1:1; 87. D'Elia, 1:2. Rüthi: Blaser, Hamburger, B. Schneider, Kobler, Lüchinger, Ibrahimi, Sala, Berisha (65. Jusefi), Hobel (87. R. Sonderegger), Sanseverino, Saiti, 85. Schnüriger. Schaan: Rupf, Eris, Marxer, D'Elia, Schiersch (74. M. Quaderer), Troisio, Figueire, Beqiri, Zeciri (69. Hilti), Bischof, Perscio (57. Ismaili). Gelb: 70. Blaser, 79. Ibrahimi, 87. Schneider, 31. Figueire, 80. D'Elia, 90. Troisio; 90. Gelb-Rot: Figueire.

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