Immobilien

Die Häuser im Rheintal werden immer teurer

Die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen im St.Galler Rheintal sind gemäss Immobilienmarktbericht der St.Galler Kantonalbank stark gestiegen.

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Wer im Rheintal, wie hier in Montlingen, ein Haus kaufen will, muss mehr bezahlen als vor ein paar Jahren.

Wer im Rheintal, wie hier in Montlingen, ein Haus kaufen will, muss mehr bezahlen als vor ein paar Jahren.

Bild: Kurt Latzer

(rü) Die Preise für Einfamilienhäuser im Rheintal steigen weiter. Innert Jahresfrist legten sie um fast fünf Prozent zu. Dies stellt die St.Galler Kantonalbank im Immobilienmarktbericht fest. Auch die Summen, die für Eigentumswohnungen bezahlt werden, sind in dieser Region stark gestiegen. Sie liegen rund vier Prozent über den Vorjahreswerten.

Tendenziell kostet Wohneigentum im mittleren Rheintal deutlich mehr als im oberen Rheintal. In den teuersten Gemeinden – Widnau, Berneck und Diepoldsau – liegen die Transaktionspreise bei über 1,3 Millionen Franken für ein Einfamilienhaus. Für Wohnungen muss man im mittleren Rheintal für gewöhnlich über 700000 Franken hinblättern.

Etwas erschwinglicher wird Eigentum in Richtung Bodensee. Die Preise in St.Margrethen, Rheineck und Thal sind mit jenen im oberen Rheintal vergleichbar. Die günstigsten Häuser sind in Marbach, Oberriet und Rüthi zu finden. Wohnungen sind am billigsten in Altstätten, Marbach, Rüthi, Eichberg, Rheineck, St.Margrethen und Thal.

Im Rheintal ist das Angebot an zu verkaufenden Eigentumswohnungen nach wie vor gross, ist dem Bericht weiter zu entnehmen. Im dritten Quartal waren in der Region (Rüthi bis Au) 185 Wohnungen online inseriert. Im Frühsommer waren es allerdings noch 270 gewesen. Da im Moment wieder etwas weniger gebaut wird als im Vorjahr, gehen die Autoren der Studie von stabilen Preisen für Eigentumswohnungen aus.

Mehr Mühe hat, wer ein Haus kaufen will. Nur 1,1 Prozent des gesamten Bestandes ist auf dem Markt.

Häuser dürften gemäss Studie denn auch ein beliebtes Gut bleiben, nicht zuletzt wegen der günstigen Finanzierungsbedingungen und dem aktuellen Trend zum Home Office. Die Pandemie könnte je nach Dauer aber auch hier einen Einfluss haben und das Preiswachstum abschwächen.