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Im Zoo leben zehn Greifvögel

Der Zoo hat neue Gäste: zwei Steinadler, fünf Harries sowie einen afrikanischen Habichtsadler. Die freiheitsliebenden Tiere sind zwar eingesperrt, ihr Zuhause ist aber viel grösser als vorgeschrieben.
Gert Bruderer

Jasmin Hutter gewährt den Vögeln Gastrecht, sie gehören aber Heinz Köppel, dem Lehrer, Falkner und Jäger aus Widnau. Zwei seiner Tiere, die Riesenseeadler, waren schon da, als die Familie Hutter den Zoo übernahm. Diese Adler sind gleich am Anfang des Zoo-Rundgangs untergebracht – dort, wo einst Richard Spira die Schneeleoparden zur Schau stellte.

«Besser hier als anderswo»

Kritik, die mit Greifvögeln in Käfigen grundsätzlich verbunden sein kann, lässt Jasmin Hutter nicht kalt. Mit Blick auf die Steinadler, sagt sie, könne sie solche Kritik nachvollziehen, die sähe sie auch lieber in Freiheit. Allerdings: Die Tiere hätten es bei ihr doch deutlich besser als anderswo, in einem kleineren Gehege. Die Voliere, die dank der Mitwirkung von Helfern in Fronarbeit sowie im Rahmen des Projekts «Lohn statt Sozialhilfe» entstanden ist, hat verhältnismässig beachtliche Ausmasse. Je nach Art der Vögel ist das Gehege drei- bis fünfmal so gross, wie es laut Vorschrift zu sein hätte. Der afrikanische Habichtsadler, der noch ein Gspänli bekommt, habe in England mit einer Kiste von drei auf drei Metern Vorlieb nehmen müssen, sagt Jasmin Hutter.

Auch die anderen, vom Aussterben bedrohten und somit auf einer roten Liste aufgeführten Greifvögel wisse sie lieber bei sich im Zoo als irgendwo in einer kleinen Kiste.

Gemessen an jämmerlichen Verhältnissen in Ländern, denen Tierschutz weit weniger gilt als der Schweiz, haben die Adler es bei der Familie Hutter luxuriös.

Eigentümlicher Widerspruch

Damit sich für die Voliere die Bewilligung erteilen liess, war behördliche Grosszügigkeit nötig. Mit der Voliere gab es nämlich ein Problem, dem ein eigentümlicher Widerspruch zugrunde lag. Einerseits war der erforderliche Waldabstand nicht eingehalten, andererseits ist aber Greifvögeln gerade die Nähe zum Wald wichtig. Sie schätzen Bäume, speziell den Schatten.

Jasmin Hutter freut sich über das Entgegenkommen der Gemeinde und ist froh, dass das Projekt sich im Interesse der Tiere doch noch wie geplant verwirklichen liess.

Der Gatte holzte aus

Nur das umspannende Netz musste gekauft werden. Die Stahlträger stammen vom Abbruch, das nötige Holz brachte ein Bodenseefischer, und mit dem Ausholzen war Ralph Hutter intensiv beschäftigt.

Die Zahl der nun in Eichberg lebenden Adler ist zwar höher als zuerst gedacht. Es gilt jedoch, was Jasmin Hutter auch zur Grösse der gebauten Voliere sagt: «Wir haben hier zum Glück ja Platz.»

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