Im Wald über den Wald aufklären

Zum Jahresthema «Wald und Gesundheit» des kantonalen Forstdienstes hat Förster Robert Kobler an der Strasse zum Montlinger Schwamm einen aufwendig gebauten Infopavillon aufgestellt. Er wird rege besucht.

Max Tinner
Drucken
Teilen
Förster Robert Kobler erklärt drei Wanderinnen, die über den Rheintaler Höhenweg an die Wald-Gesundheitsbox kamen, den vielfältigen Nutzen des Waldes. (Bild: Max Tinner)
2 Bilder
Die Wald-Gesundheitsbox steht wie auf Stelzen über dem Abhang. Hinein kommt man über eine schmucke Holzbrücke.

Förster Robert Kobler erklärt drei Wanderinnen, die über den Rheintaler Höhenweg an die Wald-Gesundheitsbox kamen, den vielfältigen Nutzen des Waldes. (Bild: Max Tinner)

Wer in den Wald geht, um sich zu erholen, der dürfte auch offen für Aufklärung über den Nutzen des Waldes sein, denkt der Oberrieter Förster Robert Kobler. Warum also nicht gleich im Wald selbst aufklären?, hat er sich gedacht und dazu einen Informationsstand bauen lassen, der seinesgleichen sucht: Die «Wald-Gesundheitsbox» ist so gross wie ein lauschiger Gartenpavillon und steht wie auf Stelzen über dem Abhang zum Kobelwieserbach; dort, wo besonders viele Leute vorbeikommen: bei der Schutzhütte am Fuchsplatz, wo man von der Montlinger-Schwamm-Strasse zur Kristallhöhle abzweigt und wo man auch vorbeikommt, wenn man auf dem Rheintaler Höhenweg von Eichberg nach Rüthi (oder in umgekehrter Richtung) wandert.

Zu lesen gibt es darin, was der Wald uns allen Gutes tut: dass er nicht nur der Holzproduktion dient, sondern auch Wasser speichert, vor Steinschlag und Lawinen schützt, die Hänge vor dem Erodieren bewahrt und auch ein unvergleichlicher Erholungsraum ist, wo man dank der frischen, reinen Waldluft auch seiner Gesundheit etwas Gutes tut.

Aufklären, statt Verbotstafeln aufstellen

Es wird aber auch zur Rücksichtnahme ermahnt: gegenüber andern Waldbesuchern, aber auch Wald und Wild gegenüber. Förster Kobler ist überzeugt, mit Aufklärung mehr zu erreichen als mit Verboten. Das rege Interesse an seiner Wald-Gesundheitsbox bestärkt ihn darin. Grob messen lässt sich das Interesse am Bedarf an Teeschächteli: Wer mag, darf sich nämlich in der Wald-Gesundheitsbox mit Hagebuttentee bedienen. Bis zu dreimal die Woche hat Kobler den Sommer über den Teeschächteli-Spender aufgefüllt. Etwa 200 Schächteli waren es bislang insgesamt. Oft habe er beim Nachfüllen gerade Leute in der Gesundheitsbox angetroffen und mit ihnen gute Gespräche führen dürfen, sagt er.

Auch an einem aufliegenden Wettbewerb haben schon an die 400 Interessierte teilgenommen. Zu erraten – oder zu zählen – gilt es die Anzahl einheimischer Hölzer, die für die Wald-Gesundheitsbox verbaut worden sind. Zu gewinnen gibt es ein Bänkli aus heimischem Holz, einen Ster Brennholz aus dem Oberrieter Wald oder einen Christbaum.

Die Wald-Gesundheitsbox steht noch etwa bis Mitte November im Wald. Dann wird sie an die Oberrieter Weihnachtausstellung gezügelt, die am Wochenende vom 30. November bis 2. Dezember stattfinden wird. Der Pavillon wird dort Teil des gemeinsamen Auftritts der Oberrieter Ortsgemeinden und des Forstdienstes sein.