Im Stundentakt nach Bregenz

Für den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr wird ein Angebotskonzept erstellt. Bereits ist klar, dass es einen Stundentakt der S-Bahn zwischen St. Margrethen und Bregenz geben soll. Im Auge hat man auch das obere Rheintal, konkret die Linie Altstätten–Oberriet–Feldkirch.

Gert Bruderer
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Ausser dem Zug nach München (Bild) soll nach Bregenz eine S-Bahn im Stundentakt verkehren. (Bild: Samuel Tanner)

Ausser dem Zug nach München (Bild) soll nach Bregenz eine S-Bahn im Stundentakt verkehren. (Bild: Samuel Tanner)

rheintal. Seit einigen Jahren befassen sich die Gemeinden diesseits und jenseits des Rheins mit der Siedlungsentwicklung sowie dem grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr. Beides sind zentrale Themen des Agglomerationsprogramms. Auf den öffentlichen Verkehr wird um so grösseres Augenmerk gelegt, als er sich auf eine wünschbare Raumentwicklung ausrichten lässt, während die Raumplanung stets grosse Hürden zu überwinden hat.

Auf Grenze nicht mehr achten

In der Vergangenheit plante jeder für sich. Das Vorarlberg kümmerte sich um seinen eigenen öffentlichen Verkehr, das St. Galler Rheintal um den seinen – und am Ende schaute man, wo allenfalls eine Verbindung möglich wäre. Damit ist nun Schluss. In Zukunft gibt es bloss noch einen Planungskreis. Das Vorarlberg und das St.

Galler Rheintal planen und optimieren gemeinsam das Angebot im öffentlichen Verkehr, ohne dabei auf die Landesgrenze zu achten.

Start mit neuer S-Bahn 2013

Ein grosses Vorhaben ist der Stundentakt der S-Bahn St. Margrethen–Bregenz. Nach Auskunft des Balgacher Gemeindepräsidenten Ernst Metzler, der den Verein St. Gallen Rheintal präsidiert, soll das neue Angebot zeitgleich mit der neuen S-Bahn 2013 eingeführt werden. Gedacht wird ferner an die Anbindung an weiterführende Linien des öffentlichen Verkehrs, z B.

die Strecke Dornbirn–Hohenems, ausserdem ist der (heute fehlende) grenzüberschreitende Verkehr im oberen Rheintal ein Thema.

Weg für Bus freimachen

Ein wichtiger Aspekt des Angebotskonzepts für grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr ist laut Metzler die Entlastung zum Beispiel des Zollamts in Au – «damit der Bus überhaupt rüber kann». Heute wird der Bus der seit 2008 versuchsweise bestehenden Linie Heerbrugg–Lustenau–Dornbirn über das Zollamt Schmitter geführt.

Gemeinsame Trägerschaft

Der Stundentakt St. Margrethen–Bregenz sowie die Erarbeitung eines gemeinsamen öVAngebotskonzepts sind zwei jener Beschlüsse, die Vertreter der St. Galler Regierung und des Vorarlbergs jüngst in St. Gallen getroffen haben.

Um das öV-Konzept und die damit verbundenen Massnahmen zu finanzieren, soll die Zusammenarbeit künftig mit einer gemeinsamen Trägerschaft für das Agglomerationsprogramm institutionalisiert werden.

Ein Impulsteam wird Anfang 2011 einen Vorschlag für eine Absichtserklärung und den Weg zur Trägerschaft ausarbeiten.