Im Puppenmuseum ist Weihnachten

Rund 1000 zur Weihnachtszeit passende Exponate hat das Leitungsteam des Puppen- und Spielzeugmuseums an der Büchlerbergstrasse 8 ausgestellt.

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Kostbarkeit und Rarität, wie es sie kaum mehr gibt: Jeanette Nussbaumer mit einem von drei Lichter-Engeln von 1900. (Bild: Rösli Zeller)

Kostbarkeit und Rarität, wie es sie kaum mehr gibt: Jeanette Nussbaumer mit einem von drei Lichter-Engeln von 1900. (Bild: Rösli Zeller)

Immer wieder bieten Jeanette und Bruno Nussbaumer der Bevölkerung einzigartige Ausstellungen. Sie stellen den grossen Fundus nicht nur aus. Nussbaumers kennen die Herkunft und die Herstellungsart ihrer Exponate. Das Ehepaar hat sich im Laufe der Jahre ein riesiges Wissen –unter anderem auch im Bereich Christbaumschmuck – angeeignet. Das macht die Rundgänge durchs Museum für die Besucher besonders interessant.

Die Kostbarkeiten aus drei Jahrhunderten sind in drei Räumen und im Eingangsbereich in liebevoller Arbeit ausgestellt. Christbaumschmuck in allen Variationen und aus drei Jahrhunderten haben Nussbaumers im In- und Ausland gesucht. Sie sind dabei auf viele Raritäten und Kostbarkeiten sondergleichen gestossen, wie etwa Anhänger aus Zellstoff und Watte. Auch Anhänger aus Zinn und Celluloid gehören nebst einigen Weihnachtskrippen aus verschiedensten Ländern zur Ausstellung. Besonderheiten sind unter anderem die zwei Schwib-Bogen, einer aus Holz und der andere aus Eisenblech. Auch Weihnachts-Kaufladen können beim Rundgang bestaunt werden. Seit dem 16. Jahrhundert soll es Christbäume geben, damals als Paradiesbäume bekannt, weil sie nicht mit irgendwelchem Schmuck, sondern mit roten Äpfeln dekoriert wurden. «Von Basel bis Strassburg gab es damals solche Bäumchen», sagt Jeanette Nussbaumer. Sie erinnert sich an ihre Kinderzeit, da gab es vereinzelt noch ursprüngliche Christbaumkerzen. «Hergestellt wurden sie aus einer Baumnussschale, gefüllt mit Talg und einem eingelassenen Docht», sagt die Museumsleiterin. Die Ausstellung ist an den Sonntagen, 4., 11. und 18. Dezember, von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Gruppen nach telefonischer Vereinbarung auch zu anderen Zeiten. Anmeldungen unter Telefon 071 755 54 45. (rz/kla)