Im Auge des Betrachters

Dreizehn Kunstschaffende präsentierten am Freitagabend ihre Werke an der Vernissage der Balgart. Gemeindepräsidentin Silvia Troxler hielt die Laudatio. Ein besonderes Dankeschön gab es für zwei Mitglieder des Balgart-Teams.

Valentina Thurnherr
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BALGACH. Was ist eigentlich Kunst? Das war die Frage, mit der sich Organisator Albin Kühnis an die Gäste wandte. Mit einem kurzen Gedicht versuchte er sie zu beantworten. Nach einer musikalischen Einlage bat er Gemeindepräsidentin Silvia Troxler ans Mikrophon. Sie wiederum setzte sich mit der Zahl 10 auseinander, da die Balgart dieses Jahr zum zehnten Mal stattfindet. «Die Zahl 10 ist ein Zeichen für Vollkommenheit und Vollendung. Doch wäre die Balgart vollkommen, wäre sie nun am Ende angelangt. So ist es beruhigend zu wissen, dass die Zahl 10 auch für Neubeginn und Abwechslung steht. Dies gilt auch für die Kunst.» Mit diesen Worten kam auch Troxler auf die Frage, was Kunst eigentlich ist. Sie zitierte Oscar Wilde, der sagte: «Ziel der Kunst ist es, einfach eine Stimmung zu erzeugen.» Denn für die Kunst gebe es keine mathematische Formel.

Vielseitigkeit und Eigenart

Bei einem Rundgang durch die Ausstellung wird einem klar, dass man Kunst tatsächlich nicht definieren kann. So berührt einen die Fotografie von André Champiomont, auf der ein Frauengesicht umgeben von Händen zu sehen ist, auf eine ganz eigentümliche Art. Auch die Jüngste im Bunde, Tanja Nuijten, weiss die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zu ziehen. So konnte man nicht umhin, die an den Steampunk angelehnte Eule, die einem ernst entgegenblickt, von ganz Nah zu betrachten, um die feinen, perfekt ausgearbeiteten Details zu studieren.

Albin Kühnis hatte für diesen Abend noch ein spezielles Dankeschön für zwei seiner Teammitglieder vorbereitet. Guido Benz und Ruedi Schamaun, die schon bei der Gründung dabei waren, erhielten je ein Kunstwerk mit einer Plakette zur zehnjährigen Balgart für ihre langjährige Unterstützung.

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