Ideen- und ertragslos

Der FC Heiden kommt nicht zu Punkten und verliert auch zu Hause gegen Appenzell mit 0:3 (0:1). Während 90 Minuten agierten die Heidener zu harmlos. Heiden – Appenzell 0:3 (0:1)

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Als «Spiel der letzten Chance» hätte man diese Partie im Vorfeld durchaus bezeichnen können. Mit einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage der AS Scintilla Arbon hätte wieder ein klein wenig Spannung im Kampf gegen den Abstieg aufkommen können. Doch durch einen ideenlosen Auftritt, der Appenzell zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg verhalf, und den gleichzeitigen Sieg der Thurgauer in Wittenbach ist der Abstieg für den FC Heiden theoretisch zwar noch abwendbar, realistisch gesehen aber kaum mehr zu verhindern.

Die Sache mit dem Zeitpunkt

Dass es kein Spiel für das Auge werden würde, zeichnete sich bereits vor dem Spiel ab. Das tiefe Terrain sorgte für manchen Ausrutscher und auch den einen oder anderen Standfehler. Im innerrhodisch-ausserrhodischen Duell standen sich zudem zwei Teams gegenüber, die kämpferische Tugenden an den Tag legten. In der Startphase hatten die Vorderländer etwas mehr Spielanteile, wurden vor Appenzell-Schlussmann Elmiger aber kaum gefährlich. Mehr als ein Abseitstreffer von Kunz brachte man nicht zustande. Danach übernahm Appenzell das Zepter. Das Spielgeschehen spielte sich jedoch grösstenteils im Mittelfeld ab, Heidens Defensive war meist auf der Höhe. Dass es allerdings nicht viel braucht, um in Rückstand zu geraten, bekamen die Hausherren in der 39. Minute zu spüren. Nachdem Manser auf der Seite gänzlich alleingelassen wurde, erreichte seine Hereingabe Knechtle, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Bitter für das Heimteam, das mit dem ersten Fehler zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt in Rückstand geriet.

Per Konter den Sack zu gemacht

Den Vorderländern war zwar anzumerken, dass sie sich noch nicht geschlagen geben wollten, allerdings fehlten die nötigen Ideen gänzlich, um Appenzell in Verlegenheit zu bringen. Nach rund 55 Minuten hätte der Ausgleich trotzdem Tatsache sein müssen. Eine flache Hereingabe von Kunz wurde von Alder im Rutschen knapp neben das Tor gesetzt. Wer solche Chancen nicht verwertet, braucht sich nicht zu wundern, wenn er im Tabellenkeller liegt.

Die Appenzeller zeigten, wie man es besser macht. Nach einem sauberen Konter konnte der eingewechselte Peterer freistehend zum 2:0 einschieben. Ein Tor, das sich abzeichnete. Dies belegt auch die Szene vor dem dritten Innerrhoder Treffer. Nachdem sich Misimi gegen zwei FCA-Verteidiger durchsetzen konnte, liess sein Querpass die letzte Konsequenz vermissen. Im direkten Gegenzug markierte Uzunovic das 3:0 und sorgte für klare Verhältnisse. Die Schlussminuten brachten keine spielerischen Glanzlichter mehr hervor, stattdessen brachten die Gäste den Vorsprung souverän über die Zeit und holten so drei verdiente Punkte im Appenzeller Vorderland.

Es scheint, als hätten sich die Gerbe-Kicker mit ihrem Schicksal bereits abgefunden. Auch wenn seit Wochen personelle Engpässe herrschen und das Team in dieser Saison selten in Vollbesetzung antreten konnte, liess dieser Auftritt die nötige Leidenschaft vermissen, um wie gegen Staad auch einmal einen unerwarteten Dreier zu landen. Am kommenden Wochenende geht es in den Kanton Thurgau zu Scintilla, das in der Offensive zwar gleich harmlos agiert wie die Vorderländer, mit jedoch nur halb so viel kassierten Gegentoren und neun Punkten Vorsprung auf den FC Heiden Rang zehn belegt. Anpfiff in Arbon ist um 17 Uhr. (lua)

3. LIGA, GRUPPE 2

Gerbe – 50 Zuschauer – SR: Lukic.

Tore: 39. Knechtle 0:1, 74. Peterer 0:2., 79. Uzunovic 0:3.

Heiden: Blatter; Paternoster, Niederer, Yigit, R. Kunz; K. Kunz, M. Müller, Boller, Boog; Alder (61. Misimi), Gebert (75. A. Müller).

Appenzell: Elmiger; Signer, Hörler, Ulmann, Mujkanovic (80. Breu); Baumann, Eberle; Knechtle, Uzunovic, Manser (68. Keller); Koch (63. Peterer).

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