«Ich will nur Musik machen»

Nach dem zweiten Rang bei «The Voice of Switzerland» kommt die Karriere von Shem Thomas ins Rollen. Mit dem Song «Crossroads» landete der Rheintaler auf Platz eins der Schweizer Charts.

Ralf Rüthemann
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Shem Thomas Musiker (Bild: SRF/Daniel Ammann)

Shem Thomas Musiker (Bild: SRF/Daniel Ammann)

Shem Thomas, was machen Sie seit dem Erfolg bei «The Voice»?

Thomas: Ich bin weiterhin mit meiner Musik beschäftigt. Momentan vor allem mit «Crossroads».

Was haben Sie als Nächstes vor?

Thomas: Eines kann ich definitiv sagen: Es wird ein Album geben von mir. Das hatte ich schon vor «The Voice» geplant. Vielleicht wird es nicht so schnell da sein wie bei der Siegerin Tiziana, da ich es mehr oder weniger selber organisieren muss.

Wie genau ist «Crossroads» zustande gekommen?

Thomas: Rea Garvey und Toby Gad haben die Grundskizze des Songs geschrieben. Das ist eine grosse Ehre für mich, denn Rea ist ein toller Songwriter. Danach haben wir im Team noch kleine Änderungen am Song vorgenommen, vor allem was die Melodie und das Arrangement betrifft. Ich wollte ihn, wie man sich das bei mir gewohnt ist, zu meinem eigenen Song machen. Ich glaube, das ist mir gelungen.

Der Song ist auf Platz eins der Schweizer iTunes-Charts und der Schweizer Single-Hitparade. Haben Sie auch alle Radiosender erobert?

Thomas: Nicht alle, aber schon einige. Der Song läuft beispielsweise bei SRF3, SRF1, Radio 24, Radio 105 und Radio Zürisee.

Sind bereits eigene Live-Konzerte mit diesem Song geplant?

Thomas: Ja. Die genauen Daten werden auf meiner Homepage www.shemthomas.com und auf meiner Facebook-Fanpage gepostet.

Sind Sie enttäuscht, dass Sie den Sieg bei «The Voice» knapp verpasst haben?

Thomas: Nein. Mein Ziel war nicht, die Casting-Show zu gewinnen, sondern sie mehr als Brücke für meine Musikkarriere zu nutzen. Als Erstplatzierter hat man nach der Show zudem ein sehr dichtes Programm. Vielleicht habe ich als Zweitplatzierter mehr Freiheiten.

Wie hat Ihre Musikkarriere vor der Sendung ausgesehen?

Thomas: Ich mache schon seit 20 Jahren Musik, also seit ich 16 bin. Angefangen habe ich mit Kollegen in verschiedenen Bands. Wir pflegten verschiedene Musikstile, dazu gehörten Hip-Hop, Rock und Jazz. Ursprünglich war ich Schlagzeuger. Relativ schnell kam der Gesang hinzu. Irgendwann löste ich mich vom Schlagzeug und beschränkte mich auf den Gesang. 2012 entschied ich mich, Musik zum Beruf zu machen. Ich stoppte meine Tätigkeit als Primarlehrer, gab Konzerte und machte Strassenmusik. Dann öffneten sich mir Türen bei «The Voice».

Welchen Musikstil werden Sie in Zukunft praktizieren?

Thomas: Ich glaube, meine Musik kann man nicht mehr in eine klassische Schublade stecken. Sie ist einfach «shemisch».

Welche Ziele haben Sie nun?

Thomas: Ich will einfach Musik machen und gehe das Ganze Schritt für Schritt an.

Shem Thomas, wie kam Ihr Künstlername überhaupt zustande?

Thomas: Weil ich gerne Gegensätze in meiner Musik habe, suchte ich nach einem Wort, das die Gegensätze zusammenfasst. So kam ich auf «She» und «Male», das Weibliche und das Männliche – Shem ist die Abkürzung.

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