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«Ich mache keine Fliessbandarbeit»

Radio Liechtenstein hatte mit der Karikaturistin Corinne Sutter gestern eine besondere Attraktion auf der Bühne an der Rhema. In etwa sechs bis acht Minuten gelingt es der Künstlerin, Karikatur-Porträts aufs Blatt zu werfen, die durch ihre Originalität bestechen.
Andrea Plüss
Auch Joos Clément, «Vater der Rhema», liess sich porträtieren. (Bilder: Andrea Plüss)

Auch Joos Clément, «Vater der Rhema», liess sich porträtieren. (Bilder: Andrea Plüss)

ALTSTÄTTEN. «Ich will vor allem, dass mich die Leute anstarren», beschreibt Sutter eine Grundbedingung für ihre Arbeit. Auf dem kleinen Tischen, an dem sie sitzt und zeichnet, steht denn auch eine Tafel, die dem Kunden in amüsanter Form aufzählt, wie die Porträt-Arbeit vor sich geht.

Sprechen ist erlaubt

Die Person, die Corinne Sutter für das Porträt gegenüber sitzt, darf schon sprechen, sollte sich aber nicht allzu viel bewegen.

Anfangs ist das «nur Sitzen und Schauen» ungewohnt für diejenigen, die sich als Karikatur-Modell zur Verfügung stellen. Für die Karikaturistin selber ist es schöner, wenn sie nicht zu sehr in Eile ist. Dann kann sie sich ein wenig mit den Kunden unterhalten, während sie die Kreide übers Papier fahren lässt.

Etwas Spezielles herausheben

»Ich betrachte das Gesicht meines Gegenübers wie mit einer Schablone», erklärt die in St. Gallen lebende Künstlerin. Das, was nicht in die Schablone passt, ist speziell und wird beim Zeichnen hervorgehoben.

Aus einer eher grösseren Nase wird dann eine wirklich grosse Nase. Oder die buschig geschwungenen Augenbrauen dominieren das Gesicht. Gerade durch die Hervorhebung spezieller persönlicher Merkmale ist die Ähnlichkeit mit der porträtierten Person in der Regel sehr offensichtlich.

Als erster Gast nahm gestern Joos Clément gegenüber von Corinne Sutter Platz. «Ich lasse mich gern überraschen», meinte Clément entspannt. Mit dem Resultat war er durchaus zufrieden. An den Karikatur-Stil müssten sich die Kunden immer erst gewöhnen, meint Corinne Sutter.

Zeichnen unter Druck

Seit einigen Jahren ist Corinne Sutter als professionelle Karikaturistin tätig. Nur Talent zum Zeichnen reiche nicht aus, um beruflich Erfolg zu haben. Dazu gehöre einfach auch «drive» oder «professioneller Druck», wie ihn Sutter spürte, als sie ein Engagement hatte, aber dafür eigentlich noch «zu langsam» war. Sie war damals 18 Jahre und hatte noch kaum Erfahrung.

«Meine persönliche Technik hat sich aus Effizienzgründen heraus entwickelt – einfach aus dem Zeitdruck heraus», erinnert sich Sutter heute.

«Keine Fliessbandarbeit»

Ein bis zwei Engagements hat die Zeichnerin meist an den Wochenenden. Sie arbeitet nur bei Anlässen und stellt sich nicht mit Block und Kreide an die Strasse, wie sie es ausdrückt. «Solche unpersönliche Fliessbandarbeit mag ich nicht», so Sutter. Vor allem in der Schweiz, zunehmend aber auch in Deutschland, sind Sutters Karikaturen bekannt.

«Meine Bilder sind mehr im Fernsehen, als ich es bin», meint sie. Gaby und Jürgen aus Kriessern amüsierten sich über ihr gemeinsames Porträt: «Passt», lautete das kurze Statement. Eigentlich hatten beide nur am Wettbewerb von Radio L teilnehmen wollen, jetzt konnten sie mit einem unverwechselbaren Porträt nach Hause gehen.

Hildegard Hasler liess sich zum Porträt noch ein Autogramm geben.

Hildegard Hasler liess sich zum Porträt noch ein Autogramm geben.

Die Karikaturistin Corinne Sutter mit Freude am Werk.

Die Karikaturistin Corinne Sutter mit Freude am Werk.

Fanden sich gut getroffen: Gaby und Jürgen aus Kriessern.

Fanden sich gut getroffen: Gaby und Jürgen aus Kriessern.

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