I han es Zündhölzli azündt

5:10 – so demütigend deutlich habe ich kürzlich im Büro gegen einen Arbeitskollegen eine Partie am Töggelikasten verloren; in einer Pause natürlich.

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5:10 – so demütigend deutlich habe ich kürzlich im Büro gegen einen Arbeitskollegen eine Partie am Töggelikasten verloren; in einer Pause natürlich. Keine Spur mehr von den brillanten Tricks und den wie mit dem Lineal gezogenen Schüssen, die mich vor zwanzig Jahren zum gefürchteten Offensivspieler am Kasten im «Sonnenhügel» gemacht haben. Stattdessen: lahme Reflexe, beschämende Eigentore und müde Schüsschen in die Beine der höhnisch lachenden Plastikgegner.

Das geht so natürlich nicht – ein intensives Training muss Besserung bringen. Während der Arbeitszeit regelmässig tschüttelen ist nicht möglich, vermute ich. Für lange Abende in der Beiz bin ich zu alt. Also muss ein eigener Töggelikasten her. Für tausend Franken gibt es hübsche Geräte mit mundgeblasenen Spielfiguren, elfenbeinernen Bällen und Rasenheizung. Doch wo soll das Monster geparkt werden? Die Kicktische sind nicht eben handlich.

Genügend Platz, um ungestört eine Runde mit Freunden zu spielen, gibt es eigentlich nur im Keller. Doch dort ist es zehn Monate im Jahr eiskalt. Die Lösung ist einfach: Der Keller muss ausgebaut und beheizt werden. Dazu ein edler Boden, Regale an die Wände und vielleicht eine Sofa-Ecke mit TV und Spielkonsole. Ein Kühlschrank wäre auch nützlich, vor allem eben, wenn Freunde vorbeikommen zum Töggelen.

Und wenn man schon mal dabei ist … der Garten sollte auch mal gemacht werden. Ein paar neue Büsche und ein Ziermäuerchen würden sich gut machen. Hinten rechts, da hätte es noch Platz für einen Swimmingpool. Zum Abkühlen nach der Session am Töggelikasten.

Natürlich ist all das nicht gratis. Die Hypothek muss erhöht werden. Ich werde wohl um eine Lohnerhöhung bitten müssen. Was irgendwie konsequent ist. Schliesslich hat ja niemand meinen Arbeitgeber gezwungen, in unserer Firma einen Töggelikasten aufzustellen!

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