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Horrorstory mit Augenzwinkern

HEERBRUGG. Nach 15 Jahren Pause gibt es in der Kanti wieder ein Musical: «Little Shop of Horrors» hat am 27. Februar Premiere. Nun fügen Schüler und Lehrkräfte Schauspielszenen und Gesang zusammen. Milena Todic und Simone Bischof berichten.
Monika von der Linden
Die Co-Regisseurinnen Simone Bischof (links) und Milena Todic studieren das Musical «Der kleine Horrorladen» («Little Shop of Horrors») mit 82 Kantischülerinnen und -schülern ein. Premiere ist am 27. Februar. (Bild: Monika von der Linden)

Die Co-Regisseurinnen Simone Bischof (links) und Milena Todic studieren das Musical «Der kleine Horrorladen» («Little Shop of Horrors») mit 82 Kantischülerinnen und -schülern ein. Premiere ist am 27. Februar. (Bild: Monika von der Linden)

Es ist ein besonders grosses Projekt, das sich die Kantonsschule Heerbrugg vorgenommen hat – die Aufführung des Musicals «Little Shop of Horrors» im Februar und März. Sie ist gleichzeitig Abschluss der Eröffnungsfeierlichkeiten und Beitrag zum 40-jährigen Bestehen der KSH im nächsten Jahr.

Mit «Fair Lady» wagten sich Lehrpersonen und Schüler das letzte Mal vor fünfzehn Jahren an ein Grossprojekt. «Ein Musical zu inszenieren, beansprucht fast dreimal so viel Aufwand und Zeit wie ein Theaterstück», weiss Milena Todic. Sie und Simone Bischof sind Deutschlehrerinnen an der KSH und führen Regie. Vor einem Jahr erarbeiteten sie das Konzept, im Frühjahr wurden die Schauspieler und Sänger gecastet und seither wird geprobt.

Gesang und Schauspiel einen

«Die Schauspielszenen sitzen recht gut», sagt Milena Todic. «Das Niveau hat fast Aufführungsqualität erreicht.» Ebenso der Gesang. «Wir haben sehr gute Sänger und interessante Schauspieler.» Es sind genug, um alle Rollen doppelt zu besetzen – 82 Schüler von der zweiten bis zur vierten Klasse.

Nun gilt es, beide Parts zusammenzuführen. Erst dann ist das Ensemble bühnenreif. Zunächst müssen die Schülerinnen und Schüler die einstudierten Szenen wieder ins Gedächtnis rufen und bis zur Premiere am 27. Februar optimieren.

Ein bescheidener Stoff

Warum wählten Sie das Musical «Little Shop of Horrors» aus?

Milena Todic: «Nach fünfzehn Jahren Musical-Pause wollten wir einen bescheidenen Stoff, keine grosse Geschichte oder Tragödie.» Das treffe auf das Stück zu. «<Aida> und <Kiss me Kate> wären auch geeignet gewesen», sagt Simone Bischof. «Doch den Schülern gefällt es und sie reagieren passend darauf.» Während der letzten 25 Jahre wurden drei populäre und anspruchsvolle Musicals aufgeführt: «Jesus Christ Superstar», «West Side Story» und «Fair Lady». Weil es zurzeit kein Kanti-Orchester gibt, muss die Musik ausserdem mit einer Projekt-Band realisierbar sein.

Groteske, ausserirdische Pflanze

Simone Bischof und Milena Todic wollen mit «Little Shop of Horrors» unterschiedliche Typen ansprechen. «Es enthält mehrere Aspekte: Die Musik ist rockig, die Figuren sind sympathisch, und es wird ein lässiges Bühnenbild geben», sagt Simone Bischof. «Und es spielt eine groteske, ausserirdische Pflanze mit», ergänzt Milena Todic. «Die menschliche Hauptrolle, der Verkäufer Seymour, ist kein Held, eher ein Versager.» Obwohl er sich zum kleinen Helden mausert: Er gibt sein eigenes Blut, um sein Überleben zu sichern und die Gunst einer Frau zu gewinnen.

Persiflage auf einen Horrorfilm

«Der kleine Horrorladen», so heisst das Werk in deutscher Fassung, ist eine Persiflage auf einen Horrorfilm. «Die Geschichte ist verspielt und enthält viel Ironie, sie ist Horror mit Augenzwinkern», sagt Simone Bischof. «Mir gefällt, dass sie von normalen Menschen handelt.» Niemand durchschaut die Pflanze, weil alle Erfolg haben wollen. So tragen sie dazu bei, dass sie stetig wächst und gedeiht, sie immer mehr Macht bekommt.

Ganz besonders freut sich René Federer (St. Galler Kantonalbank, Niederlassung Heerbrugg) auf die Premiere. «Ich erinnere mich gut an andere Musicals. Es war immer ein Höhepunkt», sagt er. «Es wird höchste Zeit für eine neue Produktion.» Die Bank und die Rheintaler Kulturstiftung unterstützen regelmässig kulturelles Engagement in der Region. «Und auch gerne die Arbeit der jungen Leute. Die Kanti feiert als wichtige Bildungseinrichtung ihr 40-jähriges Bestehen», sagt Federer. «Ich bin gespannt auf die Kulisse.»

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