Höhepunkte vor der Haustür

An der Hauptversammlung des Rheintal-Oberländer Schwingerverbands wurde Ignaz Rohner Ehrenmitglied.

Emil Bürer
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Ehre, wem Ehre gebührt: Das neue Ehrenmitglied Ignaz Rohner (Mitte), umgeben von Ruedi Eugster (links) und Beda Coray.Bild: Emil Bürer

Ehre, wem Ehre gebührt: Das neue Ehrenmitglied Ignaz Rohner (Mitte), umgeben von Ruedi Eugster (links) und Beda Coray.Bild: Emil Bürer

Die HV des Rheintal-Oberländer Schwingerverbandes (ROSV) in Grabs hatte keine «heissen» Geschäfte zu erledigen. Im Mittelpunkt stand die Ernennung von Ignaz Rohner zum Ehrenmitglied und die vielversprechende Nachwuchsarbeit.

Präsident David Zimmermann (Mels) begrüsste im Restaurant Schäfli 61 Stimmberechtigte, darunter über zwei Dutzend Ehrenmitglieder. Ein be­- sonderer Gruss galt dem Grabser Gemeindepräsidenten Niklaus Lippuner und der zahlreich anwesenden Schwingerprominenz. Die Versammlung wurde musikalisch mitgestaltet vom Jodlerclub Bergfinkli aus Grabs un­ter der Leitung von Timo Allemann.

Einige Wechsel im Vorstand

Die ordentlichen Geschäfte waren alle in Minne erledigt. Das Rheintal-Oberländer Verbandsschwingfest in Grabs mit 117 Aktiven, davon acht Eidgenossen (Sieger Samuel Giger, 3700 Zuschauer), wie auch der Rheintal-Oberländer Buebeschwinget in Trübbach mit 317 Buebe (900 Zuschauer) und der anschliessende Gonzenschwinget als Abendschwinget (Sieger Mario Schneider) waren beste Werbung für den Schwingsport.

Der Mitgliederbestand von knapp unter 2000 konnte gehalten werden. Dank äusserst po­sitiver Zahlen hatte Verbandskassier Franco Chiani «leichtes Spiel». Für den zurücktretenden Ignaz Rohner übernimmt Ruedi Eugster die Aufgabe als Technischer Leiter. Das Amt des Versicherungskassiers betreut nun Marcel Hangartner, bisher Leiter Jungschwingen. Dessen Ressort obliegt dem neu in den Vorstand gewählten Mittelrheintaler Beda Coray.

Verbandsfest findet 2020 in Oberriet statt

Für die nächsten Jahre stehen im Verbandsgebiet wichtige Da­ten fest: Das Rheintal-Oberländer Verbandsfest 2020 findet am 5. April in Oberriet (Sportanlage Bildstöckli) statt.

Am Samstag, 27. Juni, gelangt das St.Galler Kantonale Nachwuchsschwingfest in Mels zur Austragung. Tags darauf treffen sich ebenfalls in Mels auf dem Siga-Areal in Dorfnähe die «Bösen» zum 125. NOS-Teilverbandsfest. Mels ist nach 1953, 1977 und 1998 zum vierten Mal Austragungsort dieses Festes. Das Verbandsfest 2021 wurde nach Salez (Landwirtschaftliches Zentrum SG) vergeben.

Der Jungschwingerbetreuer Marcel Hangartner hatte gute Nachrichten: 72 Zweige, davon sechs NOSV-Doppelzweige sowie ein Kategoriensieg und drei Schlussgangteilnahmen sind das Resultat guter Nachwuchsarbeit. Samuel Rüegg (Heiligkreuz, 2004) siegte am Rheintal-Oberländer Buebeschwinget in Trübbach. Pascal Pfiffner (Jg. 2004), An­dreas Stauffacher (2005), Thomas Kern (2006), Mike Wild­haber (2007), Sandro Eugster (2008), Daniel Gasenzer (2009), Adrian Meier (2010) und Roman Kobler bei den Jüngsten (2011) nahmen als Jahresbeste ihrer Kategorie einen Zinnbecher in Empfang.

Luft nach oben bei den Aktiven

Nicht so erfreulich ist die Bilanz der Aktiven. Mit zehn Kranzerfolgen (+1 gegenüber 2018) entsprach die Bilanz in etwa den Erwartungen. Spürbar war, dass nach dem Rücktritt die langjährige Teamstütze Ruedi Eugster fehlte. Vielfach war es auch das verflixt-berüchtigte «Vierteli».

An der Spitze der internen Hitliste stehen Michael Bernold (20) und Marco Good (23) mit je dreimal Eichenlaub. Dahinter folgt das Trio Christian Bernold (23), Kjetil Fausch (24) sowie Reto Schlegel (22).

Erfreulich war aus ROSV-Sicht der erste Kranzgewinn des erst 19-jährigen Fabian Bärtsch (Flumserberg) am St.Galler Kantonalen in Widnau.

Ignaz Rohner ist neues Ehrenmitglied

Nach 14 Jahren Vorstandstätigkeit, die letzten zehn Jahre als Technischer Leiter, erklärte Ignaz Rohner seinen Rücktritt. Rohner war schon beim Nachwuchs ein fleissiger Trainingsbesucher. Am St.Galler Kantonalen 2001 erschwang er erstmals Eichenlaub. Rohner kann zehn Kantonalkränze sein Eigen nennen. Zudem qualifizierte er sich dreimal für ein Eidgenös­sisches.

In der bodenständigen Zunft der Schwinger ist es Brauch, dass die Laufbahn nach Abschluss der Aktivzeit weitergeht. Auch Ignaz Rohner war keine Ausnahme. Seit 2016 amtet er in «seinem» Schwingklub Mittelrheintal als Technischer Leiter. Im ROSV war Rohner seit 2005 im Vorstand, ab November 2010 als Technischer Leiter. Daneben war er in verschiedenen Organisationen von Schwingfesten im OK vertreten.

Für seinen unermüdlichen Einsatz zugunsten des Schwingens bedeutet seine Ernennung zum Ehrenmitglied den wohlverdienten Dank.