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Höhepunkt des Rheintaler Konzertgeschehens

Zum 21. Mal erfreuten sich die Freunde der Kammermusik am Konzert zum Gedenken an Erich Döring. Viturin Döring und die von ihm geladenen Musiker spielten auf höchstem Niveau.

Einmal im Jahr wird in Berneck ein grossartiges Kammermusikkonzert geboten. Gesponsert von der Familie Döring treten renommierte Künstler gemeinsam auf, die Weltruhm geniessen. So etwa Daniel del Pino aus Spanien, ein begnadeter Pianist, der schon in den namhaftesten Konzerthallen auf allen fünf Kontinenten aufgetreten ist, und von dem eine Gesamtaufnahme der Chopin-Etüden auf CD vorliegt.

Oder der Franzose Lyonel Schmitt, der mit seiner Violine immer wieder als Solist von bedeutenden Orchestern eingeladen wird und mit vielen Grössen der Kammermusik aufgetreten ist. Ebenso eine Karriere von internationalem Ruf kann die Rumänin Silvia Simionescu aufweisen, die noch bei dem Weltgeiger Yehudi Menuhin das Spiel auf der Viola studiert hatte.

Junge, hochbegabte Streicher

Ergänzt wurde die Riege der Musiker durch die jungen, aber grossartigen Hochbegabungen Marian Herero aus Spanien (Viola) und Inès Morin aus Frankreich (Violine). Und natürlich vom Bernecker Unternehmer Viturin Döring, dem Initiator der Kammerkonzerte, der als Ausgleich neben seiner beruflichen Tätigkeit das Cellospiel pflegt. Auf absolut professionellem Niveau.

Schon beim bekannten Streichquintett in G-Dur, op 111, einem Spätwerk von Johannes Brahms, das der Romantik zuzurechnen ist, liefen die Künstler zu Höchstform auf. Ein auf diesem Niveau im Rheintal selten zu hörender Musikgenuss. Das Opus 111 kommt im Gegensatz zu seinen sonstigen Alterswerken, die eher als melancholisch-nachdenklich zu bezeichnen sind, leichtfüssig, lebendig und jugendlich daher. Wie ein Spaziergang in einem frühsommerlichen Park. Einfühlsam und mit grosser Innigkeit, ja geradezu inbrünstig, machten sich die agierenden Musiker die Brahm’schen Klänge zu eigen. Wunderbar mit zartem Bogenstrich zum Erklingen gebrachte Spannungsbögen, die vergnügte Heiterkeit vermittelten.

Vertreter polystilistischer Kompositionsmethode

Alfred Schnittke (1934 – 1998) wird als Vertreter der polystilistischen Kompositionsmethode bezeichnet. Alle Musikstile in Vergangenheit und Gegenwart sollten im Sinne einer Zeitspirale verfügbar sein. Was man in seinem zweisätzigen Trio für Violine, Viola und Violoncello aus 1985 auch hören konnte. Der erste Satz war gekennzeichnet von Dissonanzen. Schwere Kost für ein an klassische Kammermusik gewohntes Publikum. Der zweite Satz wiederum bot in modernkompositorisch festgehaltener Technik ein Zusammenspiel der Streichinstrumente von einer ei­gentümlich bitteren, verletzten Schmerzlichkeit, dünnhäutig und empfindlich. Fantastisch intoniert von Lyonel Schmitt, Silvia Simionescu und Viturin Döring.

Den Abschluss des erfreulichen Konzertabends bildete das Klavierquintett in A-Dur, op 81, des tschechischen Komponisten Antonin Dvořák. Natürlich wurde auch diese Komposition von Daniel de Pino am Klavier und den übrigen Musikern an den Streichinstrumenten perfekt umgesetzt. Sodass das Wechselspiel von musikalischen Parforce-Ritten und langsam-schwermütigen Teilen genau in Herz und Seele der Zuhörer zielte.

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