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Hoffnung in rauher See

Letzthin sagte mir jemand am Ende eines Gesprächs: «Wie sagt man so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt.» Wir alle kennen den Spruch. «Hoffnung. Hoffnungsstreifen» – hiess die Diakoniekampagne, die von den evangelischen Kirchen lanciert durchs Land ging.
Andreas Brändle Pfarrer In Diepoldsau

Letzthin sagte mir jemand am Ende eines Gesprächs: «Wie sagt man so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt.» Wir alle kennen den Spruch. «Hoffnung. Hoffnungsstreifen» – hiess die Diakoniekampagne, die von den evangelischen Kirchen lanciert durchs Land ging. Von Hoffnung spricht auch der christliche Glaube. Und auch in der aktuellen Kampagne «Verantwortung tragen – Gerechtigkeit stärken» von Brot für alle und Fastenopfer schwingt die Hoffnung mit.

Die Hoffnung, dass Menschen aus der nördlichen Hemisphäre Menschen im Süden helfen, sich für sie einsetzen und auch Geld spenden. Mit meinen Schülern habe ich das Thema besprochen. Einige Schüler schrieben folgenden Satz: «Wenn man für sich ehrlich ist, weiss man, dass sich die Lage nie ändern wird. Menschen aus der Ersten Welt werden sich auch nicht genug für Menschen aus der Dritten Welt kümmern.»

Ein solcher Satz tönt schon ziemlich abgeklärt für Teenager. Was ist also mit der Hoffnung? Was gibt uns Grund zur Hoffnung?

In der Bibel gibt es den Satz: «Diese Hoffnung ist für uns wie ein starker und vertrauenswürdiger Anker für unsere Seele.»

Ein Anker hat für ein Schiff eine wichtige Funktion. Er verleiht dem Schiff Stabilität, wenn es im Hafen vor Anker liegt. Auch wenn es stürmt und die See rauh geht, kann das Schiff nicht an die Klippen geschleudert werden und untergehen.

Ich segelte einmal mit einem Freund über den Bodensee. Da hatten wir ziemlich starken Wind. Weil wir alle Segel, die es an Bord hatte, gesetzt hatten, kamen wir zügig vorwärts. So schnell, dass sich das Boot gewaltig nach rechts neigte und wir bald wie die Profis von Alinghi und Oracle in den Seilen über dem Wasser hingen.

Da bekam ich es ziemlich mit der Angst zu tun, was würde passieren, wenn das Schiff kippen würde? Ich wagte gar nicht daran zu denken. Nachdem wir wieder in ruhigere Gewässer gekommen waren fragte ich den Skipper, was wohl passiert wäre, wenn wir gekippt wären. Er lachte nur und sagte, das Boot könne gar nicht kippen, weil unten im Boden – im Kiel – so viel Blei eingelassen sei, dass es sich immer wieder aufrichtet. Und er sagte: «Wenn es ganz schlimm wird, dann haben wir immer noch den Anker, den wir über Bord werfen können und der dem Schiff zusätzliche Stabilität gibt. Er wird das Schiff in den Wind richten, so dass es etwas ruhiger steht und nichts passiert.»

Da verstand ich das Bibelwort plötzlich. Die Hoffnung ist wie ein fester Anker.

Auch wir kommen auf unserer Lebensreise immer wieder in Stürme. Und es schüttelt uns so richtig durch. Es gibt einen Anker. Für mich ist es der christliche Glaube. Er gibt meinem Lebensschiffchen Stabilität und Festigkeit – auch in stürmischen Zeiten.

Ich wünsche Ihnen in ihren Lebensstürmen einen solchen Anker – den Anker der Hoffnung!

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