Hoffnung auf Kaderplätze

Das TZ Rheintal hat am Wochenende neun Turner in den Einsatz geschickt. Die Jüngsten kämpften in Wil um einen Platz im Regionalkader, andere in Prag.

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V. l.: Steven Hutter, Cheftrainer Reini Blum, Marton Kovacs, Kampfrichter Paavo Zünd und Elia Hasler. (Bild:)

V. l.: Steven Hutter, Cheftrainer Reini Blum, Marton Kovacs, Kampfrichter Paavo Zünd und Elia Hasler. (Bild:)

KUNSTTURNEN. Für die Turner der Jahrgänge 2007 und 2008 galt es am Samstag Ernst. Betreut vom Trainerduo Flavio Pfenninger und Fabio Litscher wurden sie im regionalen Leistungszentrum (RLZ) Ostschweiz in Wil geprüft. Nur die Besten erhalten einen der begehrten Kaderplätze. 44 Turner aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau, Graubünden und Schaffhausen zeigten am Vormittag ihre Fertigkeiten an den Geräten. Die Leistungen der fünf Rheintaler konnten sich sehen lassen. Lucas Schmidheiny und Alim Arnaut durften sich am Ende des Tages über den 6. und 7. Rang freuen. Auch die jüngeren vier Turner (Jg. 2008) waren am Samstag erfolgreich. Sie bewiesen, dass es richtig war, sie in den Wettkampf zu schicken. Cheftrainer Reini Blum ist zufrieden mit seinen Schützlingen, denn deren Leistung lässt auf sechs bis acht Kaderplätze hoffen. Bis zur definitiven Bekanntgabe des Kaders müssen sich die jungen Talente allerdings noch bis Ende November gedulden, denn erst nach den STV-Testtagen in Genf steht fest, wer in das Kader einziehen darf.

Rangliste Regionalkadertest: 6. Lucas Schmidheiny; 7. Alim Arnaut; 14. Noah Hasler; 16. Benjamin Balmer; 22. Finn Manser; 34. Elias Mehnert.

Bewährungsprobe in Prag

Bereits am Freitag reiste die zweite Delegation des TZ Rheintal, begleitet von Cheftrainer Reini Blum und einigen Schlachtenbummlern, nach Prag. Blum formulierte das Ziel des Wettkampfes: «Hier in Prag wird sich zeigen, wer dem Druck gewachsen ist und auf unbekanntem Terrain gegen unbekannte Konkurrenten Höchstleistungen zeigt.» Für Steven Hutter, Elia Hasler und Marton Kovacs war es eine Bewährungsprobe, ein mentaler Test, bevor es Mitte November auch bei den drei erfahrensten TZR-Turnern um Kaderplätze geht. Schon seit August hatte man das Training intensiviert, und auch die Lagerwoche in Pfuhl (Deutschland) wurde genutzt, um sich auf den internationalen Vergleich vorzubereiten. Und dies mit Erfolg. Bereits am ersten Tag galt es, im Mehrkampf zu überzeugen und sich damit für möglichst viele Gerätefinals zu qualifizieren. Steven Hutter qualifizierte sich mit seinem fünften Gesamtrang für vier der sechs Gerätefinals. An den Ringen brachte ihm seine Kür gar die Tagesbestnote ein. Elia Hasler turnte einen guten Mehrkampf und freute sich auf den zweiten Wettkampftag, an dem er in zwei Gerätefinals dabei sein konnte. Marton Kovacs rief seine Trainingsleistungen ab, stürzte aber am Reck und verpasste den Final knapp.

Tag mit Höhen und Tiefen

Mentale Stärke bewies am Sonntag vor allem Elia Hasler. Er wusste seine Chancen zu nutzen und erturnte sich sowohl am Sprung als auch am Reck die Bronzemedaille. Hutters Tag war es nicht. Es gelang ihm nicht, seine Übungen in der gleichen Perfektion zu wiederholen. So vergab er die eine oder andere mögliche Medaille. Der Sprung rettete seinen Tag, und so reichte es am Schluss doch noch für eine Silbermedaille. (pd)