Hoffen auf die Wundertüte

Die Meisterschaft ist Rheineck, das aufsteigen wollte, missglückt. Mit dem Cupsieg hat die Metzler-Elf aber die Saison gerettet – vielleicht.

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FC RHEINECK. Die 3.-Ligisten aus dem Rheintal haben, abgesehen von Au-Berneck, eine Gemeinsamkeit: Sie enttäuschten in der letzten Saison. Rheineck, die Mannschaft, der man am meisten zugetraut hatte, blieb gar hinter Rüthi und Staad zurück.

Die hohen Ambitionen musste man bereits nach einer von atmosphärischen Störungen geprägten Vorrunde begraben. Im Winter fielen einige Spieler der schlechten Stimmung zum Opfer. Trainer Didi Metzler wollte das Kollektiv stärken. Die Resultate blieben durchzogen – im Frühling resultierten gerade mal drei Punkte mehr. Zwei Siege in Folge gelangen Rheineck nur zum Saisonstart sowie vor und nach der Winterpause.

Rheineck bei Tag und bei Nacht

In der Meisterschaft präsentierte sich Rheineck bei Nacht. In den sechs Spielen der Cup-Vorrunde zeigte es sich von ihrer sonnigen Seite. Bis zum Einzug in die 1. Hauptrunde des Schweizer Cups musste Rheineck allerdings bis auf Diepoldsau «nur» Drittligisten schlagen. Zum Teil Gegner, denen man in der Meisterschaft unterlag – zum Beispiel Wittenbach. Im Final zeigte das Team beim Sieg gegen den späteren Interregio-Aufsteiger sein Potenzial, das es in der Meisterschaft höchstens andeutete.

Ob Rheineck das grosse Los ziehen wird, muss sich zeigen. Es ist wie bei einem Kind, das eine Wundertüte kauft: Es könnte der FC St. Gallen drin sein – aber auch YF Juventus oder Zug. (ys)

Ausführlicher Text: www.rheintaler.ch