Höher, dichter

Entlang von Marbachs Staatsstrasse und auch im Gebiet Amtacker soll alles eingezonte Land bald zur Zone WG3 gehören. Aktuell gilt dort WG2. Künftig könnten dort also dreistöckige statt nur zweistöckige Wohn- und Gewerbebauten hochgezogen werden.

René Schneider
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Entlang von Marbachs Staatsstrasse und auch im Gebiet Amtacker soll alles eingezonte Land bald zur Zone WG3 gehören. Aktuell gilt dort WG2. Künftig könnten dort also dreistöckige statt nur zweistöckige Wohn- und Gewerbebauten hochgezogen werden. Mit dem neuen Zonenplan will der Gemeinderat erreichen, dass die Bebauung höher und dichter und somit haushälterischer mit dem noch freien oder wieder frei werdenden Bauland umgegangen wird. Diese Entwicklung wünschte sich das Schweizer Stimmvolk vor zwei Jahren ausdrücklich, als es dem revidierten Raumplanungsgesetz zustimmte. Würde man nämlich nicht nur an der Marbacher Staatsstrasse und im Amtacker, sondern überall in der Schweiz eine Etage höher bauen, hätten locker zehn Millionen Einwohner Platz in der Schweiz. Ohne dass neues Bauland eingezont werden müsste. Das konnte man im Zusammenhang mit jener Abstimmung lesen. Man könnte auch, um die Entwicklung zu dichterem und höherem Bauen zu fördern, in der Baugesetzgebung vom Kann zum Muss wechseln. In der Zone WG2 müsste zweistöckig, in der Zone WG3 müsste dreistöckig gebaut werden. Es wäre das Ende der platzverschwendenden eingeschossigen Tankstellen, Hallen, Märkte, Auto-Garagen, aber auch der eingeschossigen öffentlichen Bauten wie Kindergärten, Bauämter oder Feuerwehrdepots.

rene.schneider@rheintalmedien.ch