Hochwasserschutz beschäftigt die Stadt Altstätten

Am 9. Februar stimmt Altstätten über das Hochwasserschutzprojekt Brendenbach ab.

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Der Brendenbach ist nicht immer so harmlos wie hier.

Der Brendenbach ist nicht immer so harmlos wie hier.

Bild: sk

Am 28. Juli 2014 hat intensiver Regen im Einzugsgebiet des Brendenbachs zu einem Hochwasser geführt. Wegen sehr viel Geschiebe und Holz kam es im Siedlungsgebiet zu Verklausungen von Brücken und Stegen sowie zum Austritt von Wasser, Schlamm und Holz. Das Wasser richtete grossen Schaden an.

Danach hat der Stadtrat den Auftrag für das generelle Projekt Brendenbach in Auftrag gegeben. In Absprache mit kantonalen Fachstellen wurde als Schutzziel ein 100-jährliches Ereignis definiert und die Dimensionierungsgrössen für den Bach festgelegt. Darauf basierend wurde das Projekt ausgearbeitet und 2018 öffentlich aufgelegt. Es ist wegen einer hängigen Einsprache noch nicht rechtskräftig.

Der Brendenbach-Unterlauf erstreckt sich vom Frauenhofplatz bis zum Kiesfang Obermühli. Die Analyse des heutigen Laufs zeigte, dass es oberhalb der Brücken Mühlackerweg und Halden und vor dem Durchlass Frauenhofplatz bei starken Niederschlägen zu Ausuferungen kommen kann. Entsprechend sieht das Projekt einen Gerinneausbau vom Frauenhofplatz bis zur Brücke Mühlackerweg, den Neubau der Brücken Mühlackerweg und Halden sowie punktuelle Ertüchtigungen in den übrigen Bereichen vor.

Mit Massnahmen wie dem geplanten zusätzlichen Geschieberückhalt Weidest und den abgeschlossenen Sanierungen am Oberlauf kann der Hochwasserschutz langfristig hergestellt und der Schutz des Siedlungsgebiets wesentlich erhöht werden.

Einfluss von Ökologie und städtebaulichen Aspekten

Die natürlichen Böschungen am Bach bleiben weitgehend erhalten. Wegen Platzenge sind in einigen Abschnitten Ufermauern und eine Sohle aus Blocksteinen nötig. Der Ausbau verbessert durch die teilweise Eliminierung der Absturzbauwerke die Längsvernetzung und so die Durchlässigkeit für Klein- und Kriechtiere. Mit Umsetzung des Konzepts werden die baulichen Mass­nahmen gut in den Stadt- und Landschaftsraum integriert. Die Betonufermauern im Abschnitt Frauenhofplatz bis Brücke Mühlackerweg werden durch ihre Körnung und Struktur ähnlich wie Nagelfluh ausgebildet. Mit rauen Oberflächen und unregelmässigen Faltungen integrieren sie sich ins Stadtbild. Es ist vorgesehen, diese Gestaltung beim geplanten Ausbau des Stadtbachs fortzuführen.

Die Realisierung kostet 3,14 Mio. Franken. An diese Kosten haben Bund, Kanton und die Schweizerische Mobiliar Genossenschaft Beiträge von 2,22 Mio. in Aussicht gestellt. Für Altstätten bleiben Restkosten von 914000 Franken.

Die Infoveranstaltung zum Bachprojekt findet am Donnerstag, 23. Januar, um 19.30 Uhr im Ritterstübli des Hotels Sonne statt.