Hoch des SCR Altach beendet

Auf die Heimniederlage gegen Austria Wien folgt eine 1:3-Niederlage bei Sturm Graz: Altach hinkt der Form hinterher. Austria Lustenau gewinnt 1:0.

Remo Zollinger
Drucken
Teilen
Momentan läuft es den Altachern – hier Lukas Jäger – alles andere als rund. (Bild: Archiv/Georg Sönser)

Momentan läuft es den Altachern – hier Lukas Jäger – alles andere als rund. (Bild: Archiv/Georg Sönser)

VORARLBERGER FUSSBALL. Altach hatte in Graz keine Chance auf Punkte. Nach wenigen Minuten stand es bereits 2:0, auf das Anschlusstor der Vorarlberger reagierte Sturm postwendend mit dem 3:1. Aus einem schwachen Auftritt Altachs resultiert die achte Niederlage im zwölften Spiel und das Verpassen des Anschlusses ans Mittelfeld der Tabelle. Zwischen Sturm auf Platz sieben und Grödig (punktgleich mit Altach) hat sich eine Zäsur von sechs Punkten ergeben; auch Ried und Wolfsberg kämpfen gegen den Abstieg.

Früher 0:2-Rückstand

Nach zwei Minuten zappelte die Kugel bereits ein erstes Mal im Netz: Sturms Kienast profitierte von einer unübersichtlichen Situation nach einem Eckball und erzielte das 1:0. Damit nicht genug: In der 11. Minute fiel bereits das 2:0. Erneut war es ein stehender Ball, diesmal traf Madl mit einem direkt verwandelten Freistoss.

Altach war durch die zwei frühen Gegentore richtiggehend gelähmt, brachte in Halbzeit eins kein Bein vors andere. Und musste froh sein, mit nur zwei Gegentoren in die Pause zu gehen, fand Sturm doch noch weitere Tormöglichkeiten vor.

Die ersten 45 Minuten haben Altach-Trainer Damir Canadi dermassen enttäuscht, dass er in der Pause zu einem ungewöhnlichen Mittel griff und gleich drei Auswechslungen vornahm. Mit Schreiner, Luxbacher und Aigner kamen frische Kräfte ins Spiel, und die Joker stachen: In der 65. Minute war es Aigner, der einen Schreiner-Eckball versenkte.

Altachs Aufbäumen war jedoch nur ein Strohfeuer, denn gleich mit dem nächsten Angriff fiel die Entscheidung. Kienast verwertete ein Zuspiel von Schick gekonnt (68.), der Zwei-Tore-Rückstand war wieder da und bedeutete gleichzeitig das Endresultat, da Sturm keine Gefahr mehr aufkommen liess, während es sich selbst punkto Offensive auch zufriedengab.

Nächstes Wochenende spielen die Altacher auswärts gegen Aufsteiger Mattersburg, das mit Platz fünf allerdings besser in die Saison gestartet ist. Am 31. Oktober gastiert RB Salzburg in Altach.

Lustenau mit Pflichtsieg

Nicht mit Ruhm bekleckert hat sich auch die Lustenauer Austria, immerhin reichte es dennoch zu einem Sieg: Gegen das abgeschlagene Schlusslicht Floridsdorf (ein Punkt aus 13 Spielen!) gab es einen 1:0-Sieg. Nach drei Siegen in den letzten vier Spielen liegt Lustenau nun sicher auf dem sechsten Rang.

Die Austria geriet gegen Floridsdorf nie in Gefahr, das Spiel nicht zu gewinnen, beschränkte sich aber auf das Nötigste: Ein Tor reichte, um zum Dreier zu kommen. Erzielt hat es Thiago (40.), indem er von einer Slapstick-Einlage der Wiener Hintermannschaft profitierte. Ansonsten spielte sich Lustenau einige Chancen heraus und vergab diese, während die Gäste wie ein Schlusslicht harmlos agierten.

Aktuelle Nachrichten