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HINTERKAIFECKHINTERKAIFECK: Ein spätberufener Detektiv

Ein bis heute ungelöster sechsfacher Mord auf einem Bauernhof in Bayern zog Dölf Köppel in seinen Bann. Er recherchierte, besuchte den Ort, studierte die Zeitumstände und schrieb schliesslich ein Buch.
Andrea C. Plüss
Ëine Reuthaue war die Haupttatwaffe. Köppel baute diese mit den charakteristischen Kontermuttern und der Gewindeschraube nach. Die Mordwaffe wurde erst Monate nach der Tat in einem Versteck auf dem Hof gefunden. (Bild: acp)

Ëine Reuthaue war die Haupttatwaffe. Köppel baute diese mit den charakteristischen Kontermuttern und der Gewindeschraube nach. Die Mordwaffe wurde erst Monate nach der Tat in einem Versteck auf dem Hof gefunden. (Bild: acp)

Andrea C. Plüss

Von einem Ausstellungsbesuch zurückgekehrt, stellte Dölf Köppel im Oktober 2012 zu Hause den Fernseher an. Die Dokumentation, in die er zufällig hineingezappt war, handelte von einem der grausigsten Verbrechen der deutschen Kriminalgeschichte.

Auf dem Einöd-Hof Hinterkaifeck, etwa 70 km von München entfernt, waren am 31. März 1922 sechs Personen brutal ermordet worden. Gefunden wurden die Leichen der Bauernfamilie, zu der drei Erwachsene und zwei kleine Kinder gehörten sowie die Leiche einer Magd, erst am 4. April desselben Jahres.

«Ich war einfach nur schockiert von der Brutalität, mit der die Menschen umgebracht worden waren», sagt Köppel. Den Hinweis in der Sendung auf entsprechende Internet-Foren zu dem Mordfall nahm der Widnauer sofort auf und las in der Folge praktisch alles, was er über den Fall finden konnte. Tatsächlich gibt es bis heute viele Ungereimtheiten und Fragen zu diesem Verbrechen, die sowohl auf die seinerzeit beschränkten Möglichkeiten der Spurensicherung als auch auf Kompetenzgerangel und Unterlassungen der involvierten Polizeibehörden zurückzuführen sind. «Nur zehn Stunden war die Polizei am Tatort, und weil sich den Polizisten so ein schreckliches Bild bot, wollten sie den Ort möglichst schnell wieder verlassen», mutmasst Köppel, der hauptberuflich als Gebietsleiter Ostschweiz für den Vertrieb von elektrischen Garagentoren zuständig ist.

Im Spätherbst 2012 fasste Dölf Köppel seine Erkenntnisse über die Ereignisse auf dem Einödhof in einem Dossier zusammen und setzte sich mit dem Bürgermeister von Waidhofen, der nächst grösseren Ortschaft, in Bayern in Verbindung. «Ich dachte, es sei meine Pflicht, die Behörden über neue Erkenntnisse zu informieren, da es sich um ein Kapitalverbrechen handelt», begründet er seine Initiative. Im Dezember wurde Köppel im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens aus Deutschland gar auf dem Polizeiposten Widnau mehrere Stunden zur Sache vernommen. Eine Antwort erhielt Dölf Köppel jedoch nie. Wütend sei er gewesen, dass sich niemand mehr für eine neue Sachlage zu interessieren schien.

Daraufhin griff Köppel «zur Feder». Er, der seinen Beruf liebt und nie einen Gedanken an das Schreiben eines Buches verwendet hatte. «Ich wusste nicht, dass ich das kann», sagt er jetzt, nachdem er seinen Kriminalroman «Die Lerchenstimme» fertiggestellt hat. Fünf Jahre sass Köppel an seinem Buch, stellte die Cabriofahrten am Wochenende ein, fand keine Zeit mehr zum Fischen mit den Kollegen und verzichtete auf das Glas Rotwein in der «Habsburg».

Als «eine kompakte Geschichte ohne Wenn und Aber» beschreibt Köppel sein Erstlingswerk, das mehr oder minder im Geheimen entstand; eingeweiht waren nur Frau und Kinder.

«Die Lerchenstimme» Kriminalroman von A. J. K. (Adolf Jakob Köppel), basierend auf einer wahren Begebenheit. ISBN 9781521898147, als Printausgabe und E-Book bei amazon, 2017. www.hinterkaifeck.ch

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