Das Oberrieter Naturschutzgebiet wird umfassend saniert

Das Oberrieter Naturschutzgebiet wird saniert, aufgewertet und so umgestaltet, dass es einfacher zu pflegen ist.

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Simon Zeller (v.l.), Amt für Natur, Jagd und Fischerei, Roger Dietsche, Wälli AG Ingenieure, und Rolf Huber, Gemeindepräsident Oberriet, studieren die Pläne gleich vor Ort.

Simon Zeller (v.l.), Amt für Natur, Jagd und Fischerei, Roger Dietsche, Wälli AG Ingenieure, und Rolf Huber, Gemeindepräsident Oberriet, studieren die Pläne gleich vor Ort.

Bild: sk

Das Naturschutzgebiet Hilpert umfasst ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung und ein Flachmoor von regionaler Bedeutung.

Im Laufe der vergangenen 30 Jahre ist das Gebiet teilweise mit Gehölzen zugewachsen und es hat sich ein kaum zu pflegender Bestand aus Schilf und Neophyten entwickelt. Als Folge davon sind die Amphibienvorkommen zurückgegangen und der Zustand der Riedfläche hat sich verschlechtert. Dank der kantonalen Biodiversitätsstrategie können die dringenden Unterhalts- und Aufwertungsarbeiten in den bedeutenden Schutzgebieten des Kantons jetzt systematisch umgesetzt werden.

Schutzziele nur mit Sanierung erreichbar

Um die Schutzziele zu erfüllen, ist eine umfassende Sanierung des Schutzgebietes erforderlich. Die Gemeinde Oberriet hat in Zusammenarbeit mit dem Amt für Natur, Jagd und Fischerei ein Projekt erarbeitet, welches eine Verbesserung der Bedingungen für Tiere und Pflanzen vorsieht und die Voraussetzungen für eine zielorientierte Pflege schafft. Als erstes ist ein umfangreicher forstlicher Eingriff vorgesehen, um einen artenreichen Bewuchs am Waldrand zu fördern und den Zugang zu den Feuchtflächen zu verbessern. Zudem müssen zugewachsene Riedflächen wieder freigelegt werden. Dazu werden aus­gewählte Bäume im ganzen Schutzgebiet entfernt. Danach wird im Hilpertweiher ein Regulierwerk erstellt und der Tüflöchligraben ganz durch das Schutzgebiet geleitet. Auf diese Weise kann auf einer Teilfläche ein wassergesättigter Bruchwald entwickelt werden. Riedflächen werden umgestaltet, damit sie maschinell gepflegt werden können.

Um den Zugang zu den Riedflächen für die Pflege im Herbst sicherzustellen, kann der Wasserstand in Zukunft abgesenkt werden. Der bisherige Kanal des Tüflöchligrabens wird teilweise eingedeckt.

Zehn Prozent der Kosten trägt die Gemeinde

Die Rodungs- und Pflanzarbeiten werden vom Allgemeinen Hof Oberriet, die Erdarbeiten von der Firma Bruno Mattle AG, Oberriet, die Projekt- und Bauleitung von der Firma Wälli AG Ingenieure, Heerbrugg, und die ökologische Begleitung von der Firma ö:konzept GmbH, St.Gallen, ausgeführt. Das Vorhaben wird im Auftrag der Gemeinde Oberriet realisiert. Die Kosten werden zu 90 Prozent mit Mitteln von Bund und Kanton und zu zehn Prozent von der Politischen Gemeinde Oberriet getragen. (sk)