Herausragende Arbeiten prämiert

HEERBRUGG. Am Freitagabend wurde der Kantonsschulpreis an acht Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Heerbrugg für ihre herausragenden Maturaarbeiten verliehen. Die drei besten Arbeiten wurden jeweils mit 1000 Franken belohnt.

Valentina Thurnherr
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An der Feier (v. l., hinten): Margret Wetzlhütter (Leica Geosystems), Felix Buschor (Laudator), Anita Kuhn (Laudatorin), Stefan Bont (UBS Heerbrugg), Laura Bucher (Laudatorin), Bruno Bischofberger (Sterngarage AG Heerbrugg); vorne, v. l.: Lukas Eggmann, Nicolas Vetsch, Josiane Weder (Gewinner Hauptpreis). (Bild: Valentina Thurnherr)

An der Feier (v. l., hinten): Margret Wetzlhütter (Leica Geosystems), Felix Buschor (Laudator), Anita Kuhn (Laudatorin), Stefan Bont (UBS Heerbrugg), Laura Bucher (Laudatorin), Bruno Bischofberger (Sterngarage AG Heerbrugg); vorne, v. l.: Lukas Eggmann, Nicolas Vetsch, Josiane Weder (Gewinner Hauptpreis). (Bild: Valentina Thurnherr)

In diesem Jahr wurden gleich vierzehn Maturaarbeiten mit dem Prädikat «exzellent» ausgezeichnet. Von einer Fachjury wurden acht für den Kantonsschulpreis nominiert.

Eröffnet wurde der Abend mit einer kurzen Begrüssung durch Rektorin Judith Mark, die den Gewinnerinnen und Gewinnern zu ihrem Erfolg gratulierte. «Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.» Mit diesem Zitat von Albert Einstein hob Mark eine wichtige Komponente in der Erarbeitung der Themen hervor. Auch wenn das mit der Begabung nicht zutreffend sei, so hätten die Preisträgerinnen und Preisträger doch ihre Leidenschaft und Neugier für die jeweiligen Arbeiten bewiesen.

Einen Anerkennungspreis erhielten Shana Graf aus Montlingen, Pascal Finker aus Rüthi, Luca Varano aus Berneck, Micha Zuber aus Lutzenberg sowie Petra Zünd aus Altstätten.

Das Glück im Wein

Im Wein liegt die Freude, der Erfolg und das Glück. Gilt das auch für die Unternehmung Schmid Wetli in Berneck? Mit dieser Fragestellung zeigte Josiane Weder aus Diepoldsau nicht nur die Voraussetzungen und Pflegemassnahmen für den Weinbau auf, sondern analysierte auch das Konsumverhalten und die Wünsche der Befragten, um daraus eine passende Empfehlung für den Betrieb abzuleiten. Für ihre Arbeit gewann sie den Hauptpreis im Fachbereich «Geistes- und Sozialwissenschaften». – «Die Siegerarbeit liest sich wie ein Sach- und Fachbuch oder ein Geschichtsbuch für das Rheintal und die Weinbaugemeinde Berneck, wartet aber auch mit intelligenten betriebswirtschaftlichen Erkenntnissen und Ratschlägen für die porträtierte Winzer-Unternehmung auf», sagte Laudatorin Laura Bucher.

Airbag für Smartphones

Im Fachbereich «Mathematik, Naturwissenschaften und Technik» ging der Hauptpreis an Lukas Eggmann aus Berneck, dem es gelang, einen funktionsfähigen Prototypen eines Airbags für Smartphones, zusammengestellt aus Makrokomponenten, zu realisieren. Gelobt wurde Eggmann besonders für sein «selbständiges Aneignen von komplexem Wissen. Er hat getüftelt, überlegt, Varianten durchgespielt und kreativ immer neue Wege gesucht, um sein sehr hohes Ziel zu erreichen. Gerade dieses selbständige Arbeiten wertet das Werk enorm auf», so die Worte von Laudator Felix Buschor.

Nicolas Vetsch aus dem Werdenberg befasste sich mit der Produktion eines Musikalbums. Durch die Entwicklung der Musikproduktion im letzten Jahrhundert ist jeder mit dem richtigen Equipment in der Lage, Musik zu produzieren. Die Arbeit begleitet den Aufnahmeprozess, den kreativen Prozess, sowie historische Aspekte und die technische Komponente. Das Resultat ist der Versuch eines Konzeptalbums, eine Form, die besonders bekannt wurde durch die Band Pink Floyd.

Laudatorin Anita Kuhn: «Von Pink Floyds Alben der 60er-Jahre inspiriert, fühlt sich Nicolas Vetsch augenscheinlich wohl, sowohl im musikalischen Experimentieren, als auch in inhaltlicher Diskussion, und sein Weg nach Kopenhagen führt in stets kritischer, oftmals leicht bissiger Art und Weise und mit offenem Blick und wachem Geist vorbei an Spiegelachsen, Quantenphysik und schliesslich am zeitgenössischen englischen Theaterstück Michaels Frayns, das seinem Album den Namen gibt.»

Im Anschluss an den offiziellen Teil liessen die Gäste den Abend bei einem Apéro mit selbst gemachtem Wein von Josiane Weder ausklingen.

Die acht prämierten Maturaarbeiten wurden in der Eingangshalle ausgestellt.

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