Heizzentrale beheizt 24 Objekte

THAL. Thal feierte gleich dreimal: Die Inbetriebnahme des Wärmeverbundes, das zweite Re-Audit des Labels «Energiestadt» und die Eröffnung einer neuen Strasse.

Gisela Tobler
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Brennofen und chromblitzende Rohre: Die weitläufige Heizzentrale beeindruckte die Besucherinnen und Besucher. (Bild: git)

Brennofen und chromblitzende Rohre: Die weitläufige Heizzentrale beeindruckte die Besucherinnen und Besucher. (Bild: git)

Der Publikumsaufmarsch war erfreulich gross, als Gemeinderat und Initiant Beat Bosshart die Heizzentrale des Wärmeverbunds Thal im Rahmen einer kleinen Feier für eröffnet erklärte. Der Anlass fand auf dem neuen Durchgangsweg für den Langsamverkehr statt, der sowohl die Dorfstrasse als auch das Neubaugebiet über die kürzlich erstellte Holzbrücke mit dem Gebiet Hächleren verbindet.

Seit 19. Oktober in Betrieb

Beat Bosshart hielt Rückschau auf eine lange Planungs- und Bauphase, die vor sechs Jahren ihren Anfang genommen hatte. Im November 2009 wurde das 3-Millionen-Projekt von der Bürgerschaft mit einer Zweidrittelmehrheit genehmigt. Seit drei Wochen ist die Anlage vollständig in Betrieb und beheizt 24 Objekte auf einer Netzlänge von rund zwei Kilometern. Eine Erweiterung ist in Planung: einerseits die Neubauten über dem Gstaldenbach, für die eine Anschlusspflicht besteht, und andererseits im Bereich Ochsen an der Strigelgasse.

60 Prozent erfüllt

2003 wurde die Gemeinde Thal für ihre nachhaltige Energiepolitik erstmals mit dem Label Energiestadt ausgezeichnet. Alle vier Jahre erfolgt eine Neubewertung, und obwohl die Anforderungen ständig erhöht worden sind, konnte Thal den Erfüllungsgrad von 53 Prozent im Jahre 2007 auf nunmehr 60 Prozent steigern.

Beeindruckende Anlage

Gemeindepräsident Robert Raths nahm das Zertifikat aus den Händen von Energiestadt-Programmleiter Kurt Egger dankend entgegen und leitete die Anerkennung umgehend an Beat Bosshart weiter, der in der Gemeinde Thal seit Jahrzehnten den «energiepolitischen Karren» zieht.

Nachdem die Anlieferung einer frischen Ladung Holzschnitzel demonstriert wurde, konnte die erstaunlich weitläufige Heizzentrale mit dem Brennofen und den chromblitzenden Rohren besichtigt werden, wo die Fachleute den interessierten und beeindruckten Bürgerinnen und Bürgern bereitwillig Auskunft gaben.