Heimkehrer und Bandenzauber

Als Titelverteidiger empfängt Gastgeber Widnau morgen Samstag am 20. Raiffeisen-Cup ab 12 Uhr in der Aegeten-Halle die Rheintaler Zweit- und Drittligavereine.

Gerhard Huber
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Verteidigen die Widnauer den Titel an ihrem eigenen Hallenturnier? Das ist eine der Fragen vom Samstag. (Bild: Archiv/ys)

Verteidigen die Widnauer den Titel an ihrem eigenen Hallenturnier? Das ist eine der Fragen vom Samstag. (Bild: Archiv/ys)

FUSSBALL. Glücklich und hochverdient war der Heimsieg des FC Widnau beim letztjährigen Raiffeisen-Cup-Hallenturnier. Glücklich, weil im Halbfinal der Lokalrivale FC Diepoldsau erst durch ein Tor in letzter Sekunde nach nicht gepfiffenem Foulspiel besiegt werden konnte. Hochverdient, weil die Weiss-Blauen in der Vorrunde alle Gegner dominierten und im Final das Team des FC St. Margrethen mit 5:1 klar besiegten.

Rasanz und Dramatik

Schon letztes Jahr bot dieses Turnier alles, was Hallenfussball attraktiv macht: Rasanz, Dramatik, feine Technik, aber auch Kampfgeist und Härte. Denn gespielt wird nicht nach den offiziell vom Verband favorisierten Futsal-Regeln und dem weicheren Futsalball, sondern über die Bande und mit dem richtigen Fussball. Wobei, wie immer bei den «Trockenkickern», die guten Techniker, die echten Ballzauberer, die Houdinis und Copperfields des Fussballs im Vorteil sind. Jene Spieler, die neben einer tollen Ballbehandlung auch über eine Spielintelligenz verfügen und die Bande in ihr Spiel, ihre Kombinationen, ihre Tricks mit einbeziehen. Doch welchen Stellenwert hat eigentlich der Hallenfussball für die Teams? Adi Brunner, Co-Trainer beim FC Widnau, stellt klar fest, dass die Teilnahme und noch mehr ein Sieg gut sind für den Mannschaftsgeist. «Natürlich will jeder ein gutes Turnier spielen, auch wir wollen nicht nur dabei sein, sondern auch gewinnen. Und die Hallenkickerei ist eine schöne Abwechslung vom Trainingsalltag, eine willkommene Auflockerung. Aber das Wichtigste ist, dass der Samstag verletzungsfrei verläuft.» Wer ist Favorit? St. Margrethen, mit bisher fünf Siegen der Rekordgewinner beim Raiffeisen-Cup? Oder eine Mannschaft, die niemand auf der Rechnung hat?

Irisme und Liechti sind zurück

Oder wieder Widnau, Titelverteidiger und insgesamt vierfacher Pokalgewinner und derzeit der einzige Rheintaler Verein in der 2. Liga inter. Zumal die Weiss-Blauen wieder auf ihre zurückgekehrten «verlorenen Söhne» Sahin Irisme und Diego Liechti zählen dürfen. Während Irisme bereits wieder fix vom FC Gossau auf die Aegeten zurückgekehrt ist, trainiert Innenverteidiger Diego Liechti seit Anfang Jahr wieder bei seinem Ex-Team. «Die Rückkehr vom SC Brühl St. Gallen nach Widnau ist für Diego eigentlich nur noch eine Formsache», freut sich Adi Brunner auf die Verstärkung für das Frühjahr. Nicht nur am Samstag sind in der Aegeten die Hallenkicker zu bewundern. Auch am Sonntag findet die Serie der Widnauer Hallenturniere ihre Fortsetzung. Zwölf Rheintaler Viert- und Fünftliga-Vereine spielen ab 10 Uhr um den Turniersieg.