HEIDEN: Skilift wartet auf Schnee

Einst gab es schneereiche Winter. So auch 1980/81, als der Skilift von Heiden mit stolzen 283 532 Beförderungen ein Rekordergebnis erzielte. Ein Traumresultat, das sich wohl nie mehr wiederholen lässt.

Peter Eggenberger
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Der Skilift Heiden, weit entfernt vom Rekordergebnis der Saison 1980/1981. (Bild: Peter Eggenberger)

Der Skilift Heiden, weit entfernt vom Rekordergebnis der Saison 1980/1981. (Bild: Peter Eggenberger)

Immer wieder verzeichnete der vor gut fünfzig Jahren eröffnete Skilift am Bischofberg bezüglich der Frequenzen starke Schwankungen. Wurden in der Eröffnungssaison 1964/65 gut 145 000 Beförderungen verzeichnet, so waren es im folgenden Winter nur gerade 26 652. Ein erster Höhepunkt wurde 1970/71 mit rund 258 000 Beförderungen erreicht.

Tiefschläge hatte der Skilift in den beiden Wintern 1989/90 und 2000/01 hinzunehmen, konnte doch mangels Schnee kein einziger Betriebstag gezählt werden.

Hochwinterlicher Dezember 1980

Im Gegensatz zu heute herrschten im Dezember 1980 bereits Anfang Monat hochwinterliche Verhältnisse. Zum weiteren Witterungsverlauf schreibt der Chronist im «Häädler Kalender»: «Auch der Januar 1981 begann kalt, und im Vorderland bildete sich eine rund 40 Zentimeter dicke Schneeschicht. Im Februar herrschten teilweise herrliche Wintertage mit tiefblauem Himmel. Im März aber stiegen die Temperaturen markant über den Gefrierpunkt, und die kompakte Schneedecke, die sich in diesem Winter besonders lange zu halten vermochte, schmolz rasch weg.»

Nie mehr über die 100 000er Marke

Wurden 1986/87 noch 122 000 Beförderungen ausgewiesen, so erreichte der Skilift in Heiden seither nie mehr die 100 000er Marke. In den vergangenen fünf Jahren wurden durchschnittlich 40 000 Schneesportler jährlich transportiert.

Gründe für den Rückgang sind nicht nur der häufig fehlende Schnee, sondern auch das veränderte Verhalten der Wintersportlerinnen und Wintersportler, die grosse Skigebiete in schneesichereren Lagen bevorzugen. Kommt dazu, dass das kostspielige Skifahren seit der Rekordsaison 1980/81 vielfach von anderen Sportarten und Freizeitmöglichkeiten abgelöst worden ist.