HEIDEN: Dringliche Raumerneuerung, Erhaltungspläne für «Linde»

Der Theorieraum im Postgebäude wird aufgefrischt – das alte Hotel Linde soll erhalten werden.

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Der Gemeinderat hat gemäss einer Mitteilung einer Kreditüberschreitung zugestimmt. Diese beträgt rund 14500 Franken. Mit dem Geld soll der Theorieraum, der immer öfter auch als Ausstellungsraum zum Einsatz kommt, im Postgebäude aufgewertet werden.

Hintergrund: Das Museum Heiden ist im ersten und zweiten Stockwerk des Postgebäudes untergebracht. Im zweiten Stock befindet sich das Naturmuseum mit dem im Jahr 2010 eingerichteten Theorieraum. Dieser wird für Veranstaltungen aller Art, Workshops, Vorträge, Versammlungen oder Filmvorführungen genutzt und verfügt über die entsprechende technische Ausrüstung.

Farbliche Auffrischung, mehr Ausstellungsfläche

In letzter Zeit wurde der Raum jedoch immer stärker als Ausstellungsraum verwendet. Um dieser Entwicklung entsprechend Folge zu leisten, soll nun die Beleuchtung verbessert und der Raum farblich aufgefrischt werden. Gleichzeitig würden durch die Arbeiten die Fenster abgedeckt, damit zusätzliche Ausstellungsfläche an den Wänden entsteht. Die Arbeiten hat der Gemeinderat an die EW Heiden AG sowie an die Firmen Anhorn AG (Wolfhalden) und die Naturfarbenmalerei Schulz & Rotach GmbH (Heiden) vergeben.

Der Gemeinderat taxiert die Arbeiten als «dringlich». Bereits am Freitag, 4. Mai, soll in diesem Raum die Vernissage zur Ausstellung «klein aber fein – Kunst im Museum Heiden» stattfinden. Können die Arbeiten umgehend in Angriff genommen werden, findet die Vernissage in angemessenem Rahmen statt.

Kein Referendum gegen 300000-Fr.-Investition

Der Gemeinderat hat der Stiftung Pro Hotel Linde Heiden insgesamt 300000 Franken aus dem Ida-Wagner-Rüesch-Fonds zugesprochen und den Betrag dem fakultativen Referendum unterstellt. Dieses wurde nun gemäss einer weiteren Mitteilung nicht ergriffen.

Die Unterstützung der Gemeinde soll eine «Signalwirkung» für Spender, Investoren und Stiftungen darstellen, das Projekt ebenfalls zu unterstützen, schreibt der Gemeinderat weiter. Die Anstrengungen zum Erhalt des traditionsreichen Hotels Linde laufen derweilen weiter auf Hochtouren. Die Arbeitsgruppe «Pro Hotel Linde» möchte das Objekt erwerben und sanieren. In einer ersten Etappe sind hierfür rund 2,7 Millionen notwendig. Die Arbeitsgruppe hat bislang etwa 1,75 Millionen Franken gesammelt. Die «Linde» wurde zwei Jahre nach dem Dorfbrand 1840 als Restaurant und Postbüro eröffnet. (gk)