HEERBRUGG: Ungleicher «Sommer im Park»

Im Vorverkauf 30 statt 40 Franken: So wurde der Zweitagespass für das Festival im Heerbrugger Park beworben. Dass der Pass an der Abendkasse ebenfalls für 30 Franken zu haben war, ist einigen Leuten sauer aufgestossen.

Kurt Latzer
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Mehr bezahlt oder weniger: Den meisten Besucherinnen und Besuchern des Festivals «Sommer im Park» war das egal, sie hatten ihren Spass. (Bild: Archiv/Kurt Latzer)

Mehr bezahlt oder weniger: Den meisten Besucherinnen und Besuchern des Festivals «Sommer im Park» war das egal, sie hatten ihren Spass. (Bild: Archiv/Kurt Latzer)

HEERBRUGG. Ein voller Schmidheiny-Park, strahlende Gesichter, gute Musik und eine super Stimmung. Alles nahezu perfekt. Wären da nicht die Leute, die sich über die ungleiche Behandlung bei der Ausgabe von Tickets geärgert haben.

In der Werbung für «Sommer im Park» wurde der vergünstigte Vorverkauf von Zweitagespässen mehrfach erwähnt: «Freitag und Samstag zu 30 statt 40 Franken. Tageskasse: Freitag 20 Franken, Samstag 20 Franken». Besucherinnen und Besucher der Party haben am Freitag gesehen, wie Zweitagespässe auch an der Abendkasse für 30 Franken verkauft wurden.

Nicht nachvollziehbar

Und dann sind da diejenigen, die mangels Einzelbilletts zähneknirschend einen Zweitagespass gekauft haben, obwohl sie eigentlich nur am Freitag aufs Festgelände wollten. Sacha Sapra, Organisator von «Sommer im Park», zeigt kein Verständnis. «Wenn sich jemand benachteiligt gefühlt hat, tut mir das leid, ich kann dies aber nicht nachvollziehen», sagt er. Es sei früh und mehrfach kommuniziert worden, dass die Zahl der Einzelbillette beschränkt ist.

Davon war in der offiziellen Werbung aber nichts zu lesen. «Wir haben über die begrenzte Zahl der Einzeltickets per Facebook und in Zeitungsartikeln informiert», sagt der Event-Organisator. Es stimme, dass am Freitag an der Abendkasse Zweitagespässe zum gleichen Preis wie im Vorverkauf über den Tisch gingen. «Das waren Ausnahmen. So beispielsweise bei einer Familie, die glaubhaft versicherte, am Samstag in die Ferien zu reisen. Ihr haben wir Kombitickets für 30 Franken verkauft, nachdem die Einzeleintritte ausgegangen waren», sagt der Organisator. Den meisten Besuchern, die statt Eintages- nur den Zweitagespass kaufen konnten, habe dies keine Rolle gespielt.

Sind die Besucher schuld, wenn dem Veranstalter die Tickets ausgehen? Sacha Sapra: «Eigentlich wollten wir nur Kombitickets für beide Tage ausgeben, wie es beim Widnauer Moschti-Fäascht üblich ist.»

2017 gleiche Praxis

«Wegen der grossen Nachfrage nach Tagestickets haben wir aber beschlossen, eine beschränkte Zahl dieser Eintritte anzubieten.» Im nächsten Jahr werde nichts geändert. Man wolle an vergünstigten Kombitickets im Vorverkauf wie auch an einer ähnlich beschränkten Anzahl Einzeleintritten festhalten.