Heerbrugg
Um Wind- und Wetterverhältnissen aufzuzeichnen: SFS errichtet einen Windmessmast

Am Standort Heerbrugg plant SFS eine Windenergieanlage. Nun hat das Unternehmen einen Messmast aufgestellt.

Drucken
Seit Mittwochmorgen steht ein Windmast auf dem Firmengelände in Heerbrugg.

Seit Mittwochmorgen steht ein Windmast auf dem Firmengelände in Heerbrugg.

Bild: PD

Der knapp 100 Meter hohe Mast zeichnet innerhalb eines Jahres alle nötigen Informationen zu den am Firmengelände herrschenden Wind- und Wetterverhältnissen auf.

Wie im Juni 2022 berichtet, plant SFS den Bau einer Windenergieanlage in Heerbrugg. Sie soll die bestehenden Fotovoltaikanlagen am Standort ergänzen. Der erwartete jährliche Energieertrag liegt bei rund fünf GWh, was einem Verbrauch von rund 1300 Haushalten entspricht. Insgesamt sei SFS so in der Lage, 20 Prozent ihres Energiebedarfs in der Schweiz selbst herzustellen, schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung.

Weitere zehn Prozent der Energieproduktion sollen in den nächsten Jahren durch den Einsatz von zusätzlichen Fotovoltaikanlagen an weiteren Schweizer Standorten gewonnen werden, sodass SFS rund 30 Prozent der benötigten Energie in der Schweiz unabhängig und erneuerbar produzieren könnte.

Gemäss «umfassenden Abklärungen» sei der Standort im Industriegebiet prädestiniert für den Bau einer Windenergieanlage. Als Teil des Auflageverfahrens werden nun die konkreten Verhältnisse mithilfe des Windmessmasts überprüft.

Dieser Mast wurde am Mittwoch auf dem Firmengelände aufgestellt und wird während einer einjährigen Messkampa­gne wichtige Informationen zur Konkretisierung des Projekts liefern. Dafür ist der knapp 100 Meter hohe Mast mit diversen Messpunkten in unterschiedlichen Höhen ausgestattet, die Daten zu Wind, Temperatur und Luftfeuchtigkeit erheben.

In 90 Metern Höhe befindet sich zudem eine Fledermaus-Horchbox, die Geräusche von Fledermäusen aufzeichnet, um den Fledermausbestand um den Standort zu ermitteln. Nach Abschluss der Messphase und Auswertung der erhobenen Daten will SFS das Gesuch zur Errichtung der Anlage 2024 einreichen. (red/pd)