HEERBRUGG: Neue Ausstellung im Stellwerk

Betonplastiken und Bildwerke von Karin Thür sind vom 9. bis 12. November im Stellwerk Heerbrugg ausgestellt.

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Karin Thür arbeitet in ihrem Atelier in Altstätten, aufgewachsen ist sie in Hinterforst. (Bild: pd)

Karin Thür arbeitet in ihrem Atelier in Altstätten, aufgewachsen ist sie in Hinterforst. (Bild: pd)

Karin Thür ist im Rheintal aufgewachsen und wohnt in Hinterforst. Ihr künstlerisches Schaffen entsteht in ihrem Atelier an der Pfluggasse 14 in Altstätten. Man betritt das Haus durch den Ausstellungsraum. Bunt wirkt hier das Schaffen der Künstlerin. Trotz der grauen Betonplastiken spielen die Farben der vielfältigen Werke im Raum. Ganz hinten gibt es eine Schaffensecke für Plastiken und kleinere Arbeiten und eine Treppe führt zum Dachatelier. Ein riesengrosser Raum, lichtdurchflutet und mit viel Platz für kreatives Schaffen.

Unterschiedliche Techniken angewendet

In Karin Thürs Atelierhaus wird klar: Sie liebt abwechslungs­reiches Schaffen wie Zeichnerisches, Collagen, Wachsbilder, Faltungen oder Plastiken. Farbig wirken ihre Werke, so wie auch die Ausstrahlung der Künstlerin. Sie liebt neue Herausforderungen und die damit zusammenhängenden Anstrengungen. Ihre Arbeitsthemen befassen sich immer mit Mensch und Natur, dargestellt in abstrahierter Form und inspiriert durch Farben und Formen. So wird zum Beispiel für ein Acrylbild eine Blume in ihre Einzelteile zerlegt und die einzelnen Formen im Bild arrangiert. Ein Spiel mit Verwirrung, der Betrachter erkennt ein Stillleben in abstrakter Form.

Oder es entsteht ein Bildwerk anhand einer Faltarbeit. Ein Blatt Papier, dies kann bemalt, unbemalt oder ein medialer Druck sein, das die Künstlerin handorgelartig faltet. Und mit der Idee einer Gegenständlichkeit versucht sie dabei Spannung zu erreichen und eine stimmige Ordnung zu erzielen. Mit Hilfe von Gips, Plastik, Bostitch und Farbe entsteht das endgültige Werk. Im Arbeitsprozess löst sich das, was ist, auf und wird zu etwas Neuem. Karin Thür verbindet aber auch Bild-Collagen mit Zeichnerischem in abstrahierter Form. Ihre Plastiken sind immer Figuren, die den Menschen oder Familien darstellen. Sie sind aus Beton und verallgemeinert.

Spannung liegt ihr am Herzen

Karin Thürs Werke entstehen prozessartig. Dabei beginnt alles mit einer Idee, gefolgt von Überlegungen zur Umsetzung, tüfteln, Materialfindung und schliesslich die Ausführung.

Wichtig ist für die Kunstschaffende immer die erzeugte Spannung, das Bewegt-Sein, die Farbanwendung und wie diese zueinander stehen. Ebenfalls legr sie darauf Wert, sich immer weiterzuentwickeln und nicht stehen zu bleiben. (pd)

Die Ausstellung beginnt mit der Vernissage am Donnerstag, 9. November, 16 Uhr, und ist geöffnet am Freitag, 10. November, 16 bis 20 Uhr; Samstag, 11. November, 11 bis 18 Uhr, und Sonntag, 12. November, 11 bis 18 Uhr.