HEERBRUGG: Mit der Feuerwehr auf Du und Du

Im Rahmen eines Tages der offenen Tür präsentierte sich am Samstag die Feuerwehr Berneck-Au-Heerbrugg im Feuerwehrdepot der Bevölkerung. Eine kleine Leistungsschau, die zugleich ein grosses Dankeschön an alle Bürgerinnen und Bürger war.

Gerhard Huber
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Feuer gelöscht und alle Personen aus dem Gefahrenbereich gebracht – die Jungfeuerwehr Berneck-Au-Heerbrugg bei ihrer gelungenen Übung. (Bild: Ulrike Huber)

Feuer gelöscht und alle Personen aus dem Gefahrenbereich gebracht – die Jungfeuerwehr Berneck-Au-Heerbrugg bei ihrer gelungenen Übung. (Bild: Ulrike Huber)

Gerhard Huber

Es roch von Weitem verbrannt. Dazu das typische Prasseln und Knacken, wenn trockenes Holz in Feuer und Rauch aufgeht. Die Besucher des Tages der offenen Tür im Feuerwehrdepot eilten zum Brandplatz hinter dem Gebäude. Gerade die Kleinsten schauten mit grossen Augen in die lodernden Flammen. Bei aller Gefahr ist Feuer eben doch auch ein Faszinosum. Im Hintergrund hörte man die Signalhörner der heranbrausenden roten Einsatzwagen. Beim «Brand» handelte es sich nicht um einen Ernstfall, sondern um eine Demonstration der Jungfeuerwehr. Die «Floriani-Teenager» brachten das Feuer vorbildlich und schnell unter Kontrolle.

Fahrzeuge auf Hochglanz poliert und frei zugänglich

Doch nicht nur eine Feuerwehrübung wurde den vielen Besuchern geboten. Die «Firefighter» aus Berneck-Au-Heerbrugg präsentierten stolz ihre Ausrüstung. «Wir sind sehr gut ausgestattet, dafür gilt unser Dank der Bevölkerung», konstatierte Instruktor Patrick Aschwanden. Tatsächlich waren bis auf eine kleine Reserve, die in Berneck verblieben war, alle Fahrzeuge zu sehen. Auf Hochglanz poliert und frei zugänglich. Was die vielen Kinder natürlich sofort nutzten und die Führerkabinen der teils mächtigen Gefährte eroberten. Rüst­wagen, Tanklöschfahrzeug, Hub­retter, Mannschaftstransporter, Kommandofahrzeug und Verkehrsbus, alle bestens gepflegt und gewartet.

Mannschaftsstärke seit Jahren stabil

«Unsere Mannschaftsstärke ist seit Jahren stabil bei etwa 95 bis 105 Feuerwehrfrauen und -männern», erläutert Aschwanden, «dennoch nutzen wir den Tag auch, um neue ‹Floriani-Jünger› anzulocken und bei Interesse zu akquirieren.» Denn die Einsätze und Fähigkeiten der Feuerwehr sind immer wieder gefragt und oft lebensrettend. Wobei aufgrund der guten Bauweise, der Brandschutzvorschriften und der Aufklärung der Bevölkerung die reinen Feuerlöscheinsätze immer mehr zurückgehen. «Dafür nehmen die technischen Einsätze bei Elementarschäden, besonders bei Überschwemmungen zu. Wir sind sehr froh, die transportablen Schläuche, die grossen Barrieren zu haben, mit denen wir kürzlich tatsächlich den Littenbach am Überlaufen hindern konnten.» Vertreter der befreundeten Wehren aus Lustenau, Übersaxen und St. Margrethen zollten der Ausrüstung und dem Ausbildungsstand der Heerbrugger Respekt. Genauso wie den weiteren in den Depots Berneck und Heerbrugg stationierten Organisationen, die alle ebenfalls am Tag der offenen Tür teilnahmen, der Betriebsfeuerwehr SFS Intec, den Samaritervereinen Berneck und Au-Heerbrugg und den Wasser­rettern von der SLRG Sektion Mittelrheintal.

Roman Müller von der Feuerwehr SFS-Intec demonstrierte einen Vollschutzanzug, der bei der Bekämpfung von Giftstoffen und gefährlichen Chemikalien zum Einsatz kommt. Von den Zehenspitzen bis zu den Ohren abgedichtet verhüllen die Anzüge die mutigen Frauen und Männer und verleihen ihnen beinahe das Aussehen Ausserirdischer. Was nicht nur den erwachsenen Besuchern, sondern auch den Kindern und Jugendlichen gefiel.

Weitere Bilder vom Feuerwehrtag finden sich auf rheintaler.ch unter Bilderstrecken.