HEERBRUGG: «Geht euren Weg und werdet glücklich»

An der Kantonsschule Heerbrugg erhielten die Maturandinnen und Maturanden der sechs Abschlussklassen ihre Maturitätszeugnisse. Regierungsrat Stefan Kölliker möchte gern mehr junge Mensche für diesen Bildungsweg motivieren.

Andrea C. Plüss
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Freude und Erleichterung, es geschafft zu haben, empfanden wohl alle Maturandinnen und Maturanden des Jahrgangs 2017. (Bild: Andrea C. Plüss)

Freude und Erleichterung, es geschafft zu haben, empfanden wohl alle Maturandinnen und Maturanden des Jahrgangs 2017. (Bild: Andrea C. Plüss)

Andrea C. Plüss

Mit einer gehaltvollen Maturafeier entliess die Kantonsschule Heerbrugg am Mittwochabend die Maturandinnen und Maturanden des Jahrgangs 2017 in einen neuen Lebensabschnitt.

In mehr als 15 Fächern konnten sie fundiertes Grundlagenwissen erwerben und absolvierten gut 200 Prüfungen während der letzten vier Jahre. Entscheidend sei aber auch das Erreichen einer «vertieften Gesellschaftsreife», die sich durch Charakter, verantwortungsvolles Handeln und die Fähigkeit zum Dialog auszeichne, beschrieb Rektorin Judith Mark die Qualitätsmerkmale der Matura.

Niemand schafft die Hürde ganz allein

Regierungsrat Stefan Kölliker, Vorsteher des Bildungsdepartements, dankte in seiner Festansprache vor allem den Eltern und Lehrpersonen, die den Maturandinnen und Maturanden beim Überwinden der Hürde «Matura» beigestanden hätten. Ein «ganz bedeutender Meilenstein» auf dem Ausbildungsweg sei erreicht, wenn man ein Maturitätszeugnis in den Händen halte.

Nach Meinung Köllikers wird das Gymnasium von manchen immer noch – zu Unrecht – als Schulform angesehen, die einer Elite vorbehalten sei. Die Absolventinnen und Absolventen seien weder realitätsfern noch abgehoben und das Gelernte sei keinesfalls unnütz. manche Vorurteile hielten sich bedauerlicherweise hartnäckig, sagte Regierungsrat Stefan Kölliker und annoncierte eine vom Bildungsdepartement entwickelte Kampagne, die das Ziel hat, mehr junge Menschen für das Gymnasium oder eine Berufsmatura zu begeistern. Die Maturandin Vera Bernhard sagte, «in der Kanti-Zeit beginnt man, die Person zu werden, die man einmal sein will». In ihren Impressionen der letzten vier Jahre liess sie vor allem die Phase des Umbaus wieder aufleben.

Für aussergewöhnliche Leistungen wurden Marlon Bruderer (Note 5,81) im Bereich Mathematik/Naturwissenschaften, Melanie Tanner (Note 5,46) im Bereich Musik/Gestaltung, Stefan Jokiel (Note 5,5) im Bereich Wirtschaft sowie Fabienne Herzog (Note 5,69)im Bereich Sprachen geehrt. Den KSH-Anerkennungspreis für besondere Dienste und grosses Engagement im Schulalltag erhielt Alexandra Nussbaum aus Wienacht-Tobel.

Die musikalischen Darbietungen mit Trompete, Harfe, Klavier und Saxophon gaben dem Anlass einen besonderen und würdigen Rahmen.

Hinweis

Bilder der Abschlussklassen werden in der Freitagsausgabe dieser Zeitung veröffentlicht.