HEERBRUGG: Ein Baum, der keiner mehr ist

Der immer grösser gewordene Nussbaum neben dem alten Stellwerk am Bahnhof Heerbrugg wurde arg zurückgestutzt. Weder seine Blätter noch die Rinde hat man ihm gelassen.

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Links der «Baum», wie er heute aussieht, rechts der Baum, als er diese Bezeichnung noch verdiente. (Bilder: Wisi Langenegger/Archiv)

Links der «Baum», wie er heute aussieht, rechts der Baum, als er diese Bezeichnung noch verdiente. (Bilder: Wisi Langenegger/Archiv)

HEERBRUGG. «Wir hatten einen wunderschönen wilden Nussbaum», sagt auch Karin Frei-Noser, Präsidentin der «Idee Stellwerk». Leider habe er zu nahe an den Fahrleitungen der SBB gestanden. Laut Frei wären die Schneidarbeiten wegen der geringen Distanz zu den Leitungen zu gefährlich gewesen, weshalb man sich anfangs entschied, den Baum zu fällen. Man wollte einem Künstler den alten Platz des Nussbaumes übergeben, um dort ein neues Kunstwerk zu erschaffen. Das Problem war die Befestigung. Wind- und wetterfest sollte das neue Kunstwerk sein. Deshalb entschied man sich, den Baum nicht ganz zu fällen und «das Werk am verwurzelten Stamm gestalten zu lassen».

Der Auftrag für die Schaffung eines Kunstwerkes wurde Urs Felber aus Altstätten übergeben. Die Idee sei, eine Synapse darzustellen, die in den Himmel und in die Erde ragt. «Die Grobarbeit wurde erledigt», sagt Frei. Gestern Mittwoch, 23. März, wurde um 8 Uhr mit den Feinarbeiten begonnen.

Karin Frei-Noser weist darauf hin, dass in Zukunft noch mehr Skulpturen oder Plastiken aufgestellt werden könnten. Damit soll die Verbindung des Baumes mit dem Stellwerk dargestellt werden. (dne)