Heerbrugg
Autor Urs Faes liest an der Kantonsschule aus seinem Buch über eine beglückende späte Liebe

Am Mittwoch, 24. November, liest der Schweizer Autor Urs Faes auf Einladung der Rheintalischen Gesellschaft für Musik und Literatur (RGML) und in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Rheintal (VSR) in der Aula der Kantonsschule Heerbrugg aus seinem Werk «Untertags».

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Urs Faes blickt hinter die Fassade bürgerlicher Normalität.

Urs Faes blickt hinter die Fassade bürgerlicher Normalität.

Bild: pd

Urs Faes erste grössere Arbeit war der Roman «Webfehler» aus dem Jahr 1983. Seine Themen stammten zunächst aus dem schweizerischen Alltagsleben. Er wirft Blicke hinter die Fassade bürgerlicher Normalität und Ordnung und beschreibt eindringlich Schuld, verschüttete Sehnsüchte, ungelebte Leben und Aufbrüche zu neuen Ufern.

Für sein Werk, das weit über ein Dutzend Einzeltitel umfasst, ist Urs Faes mehrfach ausgezeichnet worden. So er­hielt er von der Schweizerischen Schillerstiftung Einzelwerkpreise 2001 für «Und Ruth» sowie 2008 für «Liebesarchiv»; er stand 2010 auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises für «Paarbildung»; 2014 erhielt er den Anerkennungsbeitrag des Kantons Zürich für «Sommer in Brandenburg»; 2017 den Anerkennungspreis der Stadt Zürich für «Halt auf Verlangen»; 2019 den Anerkennungsbeitrag des Kantons Zürich für «Raunächte».

Urs Faes wird aus seinem 2020 erschienenen Roman «Un­tertags» lesen, worin er eine beglückende späte Liebe schildert, die sich gegenüber der Demenz behauptet und bis in den Tod Bestand hat. Er erzählt von inni­-gen Momenten und wachsender Entfernung, von Fürsorge und Erschöpfung, von der Verunsicherung, wenn einer sich selbst abhanden kommt und lange Verdrängtes plötzlich wieder Gegenwart wird. Und von der Kraft der Einfühlung, einer Verständigung jenseits der Worte. (pd)

Abendkasse ab 19.30 Uhr. Ein gültiges Covidzertifikat ist erforderlich. Infos: www.rgml.ch

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