HEERBRUGG: «24 Musikstile in sechs Minuten»

Anlässlich der «KulturBrugg» gastierte am Donnerstagabend das Rheintaler Quintett Fäaschtbänkler im Kinotheater Madlen. Sein musikalischer Schwung riss die Besucherinnen und Besucher mit.

Max Pflüger
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Die Fäaschtbänkler Roman Pizio, Roman Wüthrich, Marco Graber, Michael Hutter und Andreas Frei schufen eine tolle Stimmung. (Bild: Max Pflüger)

Die Fäaschtbänkler Roman Pizio, Roman Wüthrich, Marco Graber, Michael Hutter und Andreas Frei schufen eine tolle Stimmung. (Bild: Max Pflüger)

Max Pflüger

 

Das Festival KulturBrugg brachte und bringt noch vom 15. bis zum 23. September ein abwechslungsreiches Sonderprogramm ins Kinotheater Madlen. Ein Vortrag, verschiedene Konzerte, einen besonderen Film und Comedy. «Die Konzerte im kleinen Raum sollen dem Publikum und den Auftretenden die Gelegenheit geben, sich im direkten Kontakt zu begegnen und miteinander in Kontakt zu kommen», sagte Pascal Zäch am Donnerstagabend bei der Begrüssung.

Auf dem Programm stand ein Konzertabend mit den Fäaschtbänklern. Vorgestellt werden müssen die fünf jungen Musiker Roman Pizio, Roman Wüthrich, Marco Graber, Michael Hutter und Andreas Frei eigentlich nicht mehr. Im Rheintal kennt man sie von unzähligen Auftritten bereits bestens. Und doch. «Ich freue mich, sie einmal in einer ruhigeren Atmosphäre als in einem lauten Festzelt spielen zu hören und ihre Musik geniessen zu dürfen», meinte ein Besucher. Die Rechnung von Pascal Zäch mit dem Kennenlernen im intimeren Rahmen ging damit auf.

Stimmung vom ersten Ton an

Klar mehr als hundert Besucher standen um die Stehtischchen oder sassen in den restlichen Stühlen. Und vom ersten Ton an waren sie begeistert, klatschten mit, wiegten sich im Takt, tanzten und tänzelten, und je länger der Abend, desto öfter hörte man da und dort auch ein Mitsummen oder Mitsingen. Das Kinotheater wurde zum Festlokal, die Stimmung brodelte. Das gelang den fünf jungen Musikern vor allem durch ihr Temperament, ihre Virtuosität und ihre präzise Musi­kalität. Was sie boten, das war Unterhaltung auf einem sehr hohen Niveau.

Die Musik der Fäaschtbänkler zeichnet sich durch grosse Abwechslung aus. Sie hängten die verschiedensten Stilrichtungen und Lieder zusammen, switchten von böhmischer Blasmusik über Schweizer Volkslieder zu modernstem Pop und über schmachtende Schlager zu rauchigem Blues. Eines ihrer Werke heisst denn auch zu Recht: «24 Musikstile in sechs Minuten» Ein paar Takte «Hello Dolly» mit der heiseren Stimme von Louis Arm­strong, etwas aus Reinhard Mays «Über den Wolken» und aus «Macarena», das melancholische «Vreneli vom Guggisbärg» und vieles andere mehr – alles konnten die fünf lückenlos und blitzschnell untereinander verbinden und in eigenen Varianten improvisierend in fröhlich-unterhaltende Musik umsetzen. Begeisterten Applaus gab es aber auch für die Rheintalhymne «Im Rhintel fühl i mi wohl».

Dass dabei jeder Musiker gleich auf mehreren Instrumenten virtuos zu Hause ist oder dass die Band auch als A-cappella-Chor erfolgreich ist, trug das Seine dazu bei, dass das KulturBrugg-Konzert vom Donnerstagabend so vielfältig und voller Überraschungen daherkam.

«Beatles Night» – The Fab Four in Concert

John, Paul, George und Ringo, die vier Musiker aus Liverpool schrieben in den Sechziger- und Siebzigerjahren Musikgeschichte. Am Freitagabend kamen sie auf der «Madlen»-Bühne zurück in die Gegenwart. Die Tributeband brachte bei der Beatles-Night mit originalgetreuen Outfits, authentischen Stimmen und nahezu identischem Sound die Hits der vier Pilzköpfe nach Heerbrugg. Ein weiteres Highlight der KulturBrugg.

Und heute Samstagabend verklingt das Festival in «Bärndütsch» mit einem Konzert des Schweizer Starsängers Florian Ast. Karten dazu sind an der Abendkasse noch erhältlich.