HC Rheintal: Spitzenspiel unglücklich verloren

Zwei Sekunden vor Schluss kassierte der HCR das 25:26 – und verlor erstmals seit über vier Jahren wieder zu Hause.

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Mit diesem Versuch überlistete der Rheintaler Nils Lippuner den Kreuzlinger Goalie.

Mit diesem Versuch überlistete der Rheintaler Nils Lippuner den Kreuzlinger Goalie.

Bild: Remo Zollinger

(mr) HCR-Coach Bäuerle konnte bis auf Rohrer auf sein komplettes Kader zurückgreifen. Dies war auch nötig, war am Sonntagabend doch alles angerichtet für das Spitzenspiel der 2. Liga. Die Rheintaler starteten gegen Verfolger Kreuzlingen II als klarer Leader mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Nach beidseitigen Fehlwürfen war es HCR-Kreisläufer Szilagyi, der seine Farben in Führung brachte. Bis zum ersten Tor der Partie vergingen fast vier Minuten. In diesen waren mehrere sehenswerte Paraden des starken Rheintaler Torhüters Martin Horg zu sehen.

Die Thurgauer waren davon nicht beeindruckt und es entstand ein ausgeglichenes Spiel, wobei das Heimteam stets leicht die Oberhand hatte. In der 19. Minute erzielte Seitz die erstmalige Drei-Tore-Führung zum 10:7. Diese hielt aber nicht lange stand – und in der 25. Minute war der Gleichstand wieder hergestellt. Dass beide Abwehren gute Arbeit verrichteten, zeigte sich an den vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten.

Schliesslich war es Rechtsaussen Buob, der Sekunden vor der Pause die Rheintaler wieder mit zwei Toren in Führung schoss. Beim Stand von 14:12 wurden die Seiten gewechselt.

Technische Fehler kosteten dem HC Rheintal den Sieg

Nach der Pause dauerte es nicht einmal 90 Sekunden, bis Kreuzlingen wieder ausglich. Danach konnte sich minutenlang kei­- ne Mannschaft absetzen. Die Rheintaler legten zwar stets ein Tor vor, mussten dann aber postwendend wieder den Ausgleich hinnehmen.

Überhaupt war das Spiel geprägt von vielen Fehlern. Die Spannung stieg so mit der Fortdauer der Spielzeit. Dann schien es, als dass dem Heimteam der Durchbruch gelingen sollte. Vier Minuten vor Spielschluss erzielte Szelpal mit zwei Toren in Folge das 24:22 und das 25:22 für die Rheintaler.

Was danach geschah, ist nur schwer erklärbar. Dem Heimteam gelang im Angriff in der entscheidenden Phase nichts mehr. Mit zwei technischen Fehlern und einem Fehlwurf gelang in allen verbleibenden Versuchen kein Tor mehr.

So kam es, wie es kommen musste. Kreuzlingen holte Tor um Tor auf und erzielte zwei Sekunden vor Schluss den umjubelten Siegtreffer zum 26:25.

Nie im Rückstand – bis auf die letzten zwei Sekunden

Coach Bäuerle analysierte die erste Heimniederlage des HC Rheintal seit über vier Jahren kurz und präzis: «Es war von beiden Mannschaften ein gutes Spiel. Wir lagen ausser in den letzten zwei Sekunden nie zurück. Dass ausgerechnet zwei technische Fehler im Angriff den Ausschlag gegeben haben, ist äussert unglücklich.»

Am nächsten Samstag können sich die Rheintaler für die erst zweite Saisonniederlage rehabilitieren. Um 17 Uhr treten sie auswärts beim letztplatzierten Fortitudo Gossau III an. Doch auch gegen den vermeintlich schwächsten Gegner der Liga müssen die vielen unnötigen Fehler im Angriffsspiel ausgemerzt werden, wollen die Rheintaler zum Saisonfinal hin nicht noch vom Leader-Thron gestossen werden.

2. Liga

Rheintal – Kreuzlingen II 25:26 (14:12)

Blattacker – 80 Zuschauer – SR: R. Popovic, D. Popovic.

Rheintal: Horg (40% Abwehrquote); Lippuner (1 Tor), Buob (5), Szelpal (4), Szilagyi (3), Morina (1), J. Schwarber (3), Seitz (1), Domokos (7), Felföldi, Rutz.