HC Rheintal siegt im letzten Heimspiel

Die als Absteiger in die 3. Liga feststehenden Männer des HC Rheintal verabschieden sich mit einem Erfolgserlebnis von ihrem Heimpublikum: Gegen die St. Otmar Espoirs siegte das Team von Trainer Stefan Thür mit 25:18 (13:8).

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HANDBALL. Die Verteidigung der vom Coach minutiös auf den Gegner vorbereiteten Rheintaler strotze vor Selbstvertrauen und liess die Gäste ein ums andere Mal auflaufen. Dass diese auch noch mit dem harzfreien Ball ihre Mühe hatten, lag nur an deren mangelhafter Vorbereitung.

Rheintaler besser vorbereitet

Wie erwartet, starteten die Gäste mit einer offensiven 5:1- Verteidigung. Regisseur Markus Rutz übernahm beim Heimteam das Spieldiktat und brachte Jürg Schwarber in aussichtsreiche Abschlusspositionen, die diese zu Toren nützten.

1:0 führten die Rheintaler nach dem ersten Angriff, die Führung gaben sie bis zum Ende nicht mehr ab. Nach 15 Minuten erzielte Jürg Schwarber aus dem linken Rückraum mit einem platzierten Distanzschuss das 7:4, und wenig später tankte sich Marc Schwarber in seiner unnachahmlichen Art zum 10:5 durch. Dies bewog Otmars Coach zum Time-out – dessen Wirkung blieb aber begrenzt.

Beim Heimteam übernahm Lirim Morina den Part der zentralen Rückraum-Position von Rutz und setzte sogleich Akzente. Durch ihn wurden die Aussenpositionen vermehrt ins Spiel einbezogen. Marco Buob auf rechts und Pascal Wild auf links aussen bedankten sich mit insgesamt fünf Toren. Zudem konnte Marcel Seitz am Kreis seine Routine ausspielen – er warf sechs Tore, die Hälfte durch Siebenmeter.

Die erwartete Gegenwehr der Gäste war nie zu erkennen – die 13:8-Pausenführung verwunderte einige der vielen Zuschauer.

Start-Ziel-Sieg

Auch gegen die BSG Vorderland hatte Rheintal eine gute erste Halbzeit gezeigt, brach nach der Pause aber ein. Dies wollten die Spieler nicht nochmals erleben – mit derselben Konzentration wie vor der Pause kämpften namentlich die Verteidiger-Spezialisten David Gremminger und Roman Städler um jeden Ball. Und wenn die Otmärler mal nicht an ihnen verzweifelten, wurden sie meist von einem der formstarken Goalies Martin Horg und Dominic Frohmann gestoppt – wobei beide auch sofort die Gegenstösse einleiteten.

Nach 40 Minuten bezogen die Rheintaler allerdings eine fünfminütige Ruhephase. Die plötzliche Unkonzentriertheit, die sich in Heiden vor zwei Wochen noch fatal ausgewirkt hatte, blieb diesmal ungestraft. Auch weil Coach Thür sofort die nötigen taktischen Wechsel veranlasste, stabilisierte sich das Rheintaler Team schnell wieder. So resultierte ein klarer 25:18-Sieg.

«Dass sich unser Plan perfekt umsetzen liess, war der Schlüssel zum Erfolg», sagt Captain Roman Städler. Ein Wermutstropfen ist allerdings die noch unbestimmte Knieverletzung von Janik Wild.

Hätten die Rheintaler die ganze Saison so konzentriert gespielt, stünden sie jetzt nicht auf dem letzten Tabellenplatz der 2. Liga. Die junge Mannschaft hat aber gezeigt, dass sie das Potenzial hat, sich langfristig in der höchsten Regionalliga zu behaupten. Zum Abschluss reist der HCR am nächsten Samstag nach Winterthur – gegen Seen Tigers II konnten die Rheintaler zu Hause gewinnen. (mr)

Rheintal: Martin Horg (Dominic Frohmann); Marco Buob (3), David Gremminger, Dario Metzger (1), Lirim Morina (3), Markus Rutz, Jürg Schwarber (3), Marc Schwarber (5), Marcel Seitz (6/3), Roman Städler (1), Janik Wild (1), Pascal Wild (2).