HAUS SONNENHALDE: SANIERT UND TEILWEISE UMGENUTZTHAUS SONNENHALDE: SANIERT UND TEILWEISE UMGENUTZT: Fassade mit neuem Farbton

Noch bevor es Winter wird, soll die Sanierung des evangelischen Pfarrhauses abgeschlossen sein. Die Denkmalpflege hat festgestellt, dass der bisherige Farbton nicht der richtige war. Er wird darum angepasst.

Monika von der Linden
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Das evangelische Pfarrhaus wurde vor sieben Jahren innen saniert. Jetzt ist die Fassade an der Reihe. Rund ums Haus wurde ein Graben gezogen, damit eine Feuchtigkeitssperre errichtet werden kann. (Bild: Monika von der Linden)

Das evangelische Pfarrhaus wurde vor sieben Jahren innen saniert. Jetzt ist die Fassade an der Reihe. Rund ums Haus wurde ein Graben gezogen, damit eine Feuchtigkeitssperre errichtet werden kann. (Bild: Monika von der Linden)

Monika von der Linden

Vor sieben Jahren zog Pfarrer Renato Tolfo ins evangelische Pfarrhaus ein. Zuvor hatte die Kirchgemeinde das Gebäude von innen saniert. Inzwischen hat der Zahn der Zeit auch an der Fassade genagt. Sie wird derzeit saniert.

Weil das Mauerwerk im ­Boden bereits feuchte Stellen aufgewiesen habe, werde nun eine Feuchtigkeitssperre errichtet, sagt Peter Graf (Liegenschaftsverwalter in der Kirchenvorsteherschaft Rebstein-Marbach). Dafür hat man rund ums Haus einen Graben ausgehoben und das Mauerwerk abgedichtet. Später wird die im Stein vorhandene Feuchtkeit ohne weiteres Dazutun austrocknen.

Nachdem man die Werkleitungen (Strom und Wasser) erneuert hat, füllt man den Graben wieder auf, errichtet ein Gerüst und sandstrahlt die Holzschindeln an den Aussenwänden.

Denkmalpflege: Ölfarbe statt Dispersion

Bei der Sanierung der Fassade redet die Denkmalpflege mit, deshalb müssen die Schindeln mit einer Ölfarbe statt wie vorgängig mit einer Dispersion gestrichen werden. «Vor drei bis vier Jahrzehnten verwendete man ausserdem nicht den richtigen Farbton», sagt Peter Graf. Das werde jetzt korrigiert. «Die Farbe ist der gleiche, der Ton variiert ein wenig.»

Die grünen Holzfensterläden werden im bisherigen Farbton gestrichen. Zuvor werden die Läden in ein Laugenbad gegeben und die Risse mit Spachtelmasse geflickt.

Etwas aufwendiger wird es, die Nordseite, auf der auch der Hauseingang liegt, zu restaurieren. Weil es die Wetterseite ist, hat die Fassade hier einen grösseren Schaden genommen. Deshalb werden Schindeln und Schalen erneuert.

Eine Aussendämmung ist nicht möglich

Eine energetische Sanierung mit einer Dämmung der Aussenwände des Pfarrhauses ist aus denkmalpflegerischen Gründen nicht möglich. «Soweit wie möglich haben wir bei der Innensanierung gedämmt», sagt Peter Graf. Seinerzeit wurden zum Beispiel die Fenster ausgetauscht. Der Zeitrahmen für die Aussensanierung des Pfarrhauses ist eng bemessen. «Wir müssen fertig werden, bevor der Frost einsetzt», sagt Peter Graf. Denn bei Minustemperaturen können die Schindeln nicht gestrichen werden. Die Kirchgemeinde rechnet mit Sanierungskosten von etwa 200000 Franken.

Unmittelbar neben dem Pfarrhaus steht das Haus Sonnenhalde. Es ist baugleich mit dem Wohnsitz des Pfarrers und gehört ebenfalls der evangelischen Kirchgemeinde Rebstein-Marbach. Die Wohnung im Obergeschoss ist vermietet, die im Erdgeschoss nicht mehr. Weil der Kirchgemeinde Unterrichtsraum fehlt, hat sie entschieden, die anstehende Innensanierung mit einer Veränderung des Grundrisses zu verbinden. Wie beim Pfarrhaus müssen auch hier denkmalpflegerische Kriterien angewendet werden. Deshalb werden die Wände, Deckenplatten und Parkettdielen ausgebaut, eingelagert und in den neu zugeschnittenen Räumen wieder montiert. Die Fenster werden durch neue ersetzt. Die Kirchgemeinde plant, die Arbeiten während der kommenden Wintermonate auszuführen. Die Höhe der Kosten wird erst noch berechnet. In fünf bis acht Jahren ist geplant, die «Sonnenhalde» auch aussen, im gleichen Rahmen wie beim Pfarrhaus, zu sanieren. (vdl)