Hans Tobler feiert seinen 95. Geburtstag im Haus Quisisana

Gemeindepräsident Gino Pauletti gratulierte dem Jubilar zum hohen Geburtstag und dankte ihm für sein vielseitiges Engagement zum Wohl Wolfhaldens.

Peter Eggenberger
Drucken
Teilen
Hans Tobler bekam zu seinem 95. Geburtstag Besuch vom Gemeindepräsident Gino Pauletti.

Hans Tobler bekam zu seinem 95. Geburtstag Besuch vom Gemeindepräsident Gino Pauletti.

Bild: Peter Eggenberger

«Sich selber zurücknehmen und für andere da sein»: Dieser Maxime unterordnete Hans Tobler sein Leben, das im Weiler Vogelherd nahe des Dorfzentrums von Wolfhalden begann.

Dort wuchs er mit vier Geschwistern auf. Nach dem Besuch der Realschule in Heiden war er gemeinsam mit dem Vater im Elternhaus als Heimseidenweber tätig. Die monotone Arbeit im dunkeln Kellerlokal forderte ihn aber zu wenig und er freute sich sehr, als er sich an der Pflegeschule in St. Gallen zum Krankenpfleger ausbilden lassen konnte.

Lange im Dienst kranker Mitmenschen

Auf die Ausbildung folgten Arbeitseinsätze im Krankenhaus Trogen und im Kantonsspital Winterthur. Dann wurde er vom Industrieunternehmen Sulzer als Sanitäter engagiert. Seine letzten 14 Berufsjahre standen im Dienst der Kranken im Spital Heiden – und nach der Pensionierung pflegte er einige Jahre seinen bettlägerigen Vater im Elternhaus. Auch einen grossen Teil der Freizeit stellte Hans Tobler der Allgemeinheit zur Verfügung. So war er viele Jahre als Ortskorrespondent und Fotograf für verschiedene Tageszeitungen tätig. Gleichzeitig machte er den Gratulationsdienst, indem er betagten Einwohnern via Presse zu runden Geburtstagen gratulierte. Für das Gemeindeblatt «Wolfsblick» verfasste er die Jahresrückblicke.

Seine Schreibgewandtheit war auch in den Vorständen des Verkehrsvereins und der Lesegesellschaft Dorf gefragt und
geschätzt, wo er Aktuar war. Zudem verfasste er die Jubiläumsschrift «125 Jahre Lesegesellschaft Dorf». «Gern stand ich auch im Dienst der Kirchgemeinde, für die ich das Amt des Vizemesmers bekleidete», erinnert sich der Jubilar.

Geborgenheit im Haus Quisisana

Heute wohnt Hans Tobler im Haus Quisisana in Heiden, wo er sich geborgen fühlt. Coronabedingt waren persönliche Kontakte mit Bekannten und Freunden in letzter Zeit nur bedingt oder gar nicht möglich – jetzt aber freut sich der 95-Jährige auf normalere Zeiten.