Halbfinal: Duell auf Augenhöhe

FAUSTBALL. Am Samstag standen sich SVD Diepoldsau-Schmitter und das zweitplatzierte Wigoltingen gegenüber: Man kennt sich ja. Schliesslich bilden die besten Spieler dieser beiden Teams derzeit das Rückgrat der Schweizer Nationalmannschaft.

Gerhard Huber
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Am Samstag war die Welt für Lukas Lässer noch in Ordnung.

Am Samstag war die Welt für Lukas Lässer noch in Ordnung.

FAUSTBALL. Am Samstag standen sich SVD Diepoldsau-Schmitter und das zweitplatzierte Wigoltingen gegenüber: Man kennt sich ja. Schliesslich bilden die besten Spieler dieser beiden Teams derzeit das Rückgrat der Schweizer Nationalmannschaft. Erst vor wenigen Tagen holte man gemeinsam für die Schweiz den Vize-Europameistertitel. Und erst vor wenigen Wochen war man im Schweizer Cup-Halbfinal aufeinandergetroffen. Wobei dort die Wigoltinger den Match nach ausgeglichenem Spiel mit 5:3 für sich entscheiden konnten. Trotz des schwierigen Terrains, aufgrund eines nächtlichen Dauerregens, das für viele Ausrutscher sorgte, wurde vor etwa 300 Zuschauern ein Faustballmatch auf höchstem Niveau geboten. Knallharte Schläge, extreme Rettungsaktionen, trickreiche Anschläge und schöne lange Spielzüge bestimmten das Bild. Während die Gastgeber das Spiel machen wollten, agierten die Thurgauer Gäste abwartend und versuchten, sich mit starker Defensive im Spiel zu halten.

Angriffsmaschinerie läuft warm

Was ihnen zunächst auch wunderbar gelang. Mit 11:8 und 11:7 gingen die ersten beiden Sätze klar an Wigoltingen, die in dieser Phase mit Angreifer Ueli Rebsamen und Aufschläger Pascal Iseli die besten Cracks auf dem Platz stellten, während die Defensive der Rheininsler manchmal etwas unglücklich agierte. Doch dann kam die Diepoldsauer Angriffsmaschinerie mit den Brüdern Lukas und Christian Lässer in Gang. Während es bei den Einheimischen plötzlich lief, begannen die Thurgauer mehr und mehr Eigenfehler zu machen. Das Spiel wogte hin und her, doch Diepoldsau gelang es, jeweils die entscheidenden Punkte zu holen und die nächsten vier Sätze mit 11:7, 11:8, 12:10 und 11:8 zu gewinnen. So lancierten sie zu Hause das Rheintaler Derby um den nationalen Titel.

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