Gutes Resultat in schwierigem Jahr

Die Alpha Rheintal Bank AG kann in einem anspruchsvollen Marktumfeld – geprägt von tiefen Zinsen und der Euroschwäche – einen erfreulichen Jahresabschluss 2010 präsentieren. Bilanzsumme, Brutto- und Jahresgewinn sind deutlich gestiegen, und die Bank zahlt eine attraktive Dividende.

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Die Kunden blieben der Alpha Rheintal Bank auch im letzten Jahr gewogen. (Bild: Samuel Tanner)

Die Kunden blieben der Alpha Rheintal Bank auch im letzten Jahr gewogen. (Bild: Samuel Tanner)

Berneck/Heerbrugg. Das Jahr 2010 war von der Schuldenkrise in Griechenland, Irland und anderen Ländern überschattet. Die Flucht in den starken Schweizer Franken nahm zu und hält unvermindert an. Diese Entwicklung beschert dem Franken Höchstkurse gegen Euro und US-Dollar, was den Schweizer Exportfirmen stark zu schaffen macht. Die anhaltend rekordtiefen Zinsen verschärften den Wettbewerb unter den Banken und Finanzdienstleistern weiter. Die Zinsmarge blieb unter starkem Druck. Mit den tiefen Zinsen stieg die Nachfrage nach Immobilien, und die Rohstoffmärkte setzten ihren Anstieg fort. Im Gegensatz legten Schweizer Aktien gemessen am Schweizer Leitindex (SMI) nicht zu und es resultierte für den Schweizer-Franken-Anleger am Ende des Jahres, trotz ansehnlichen Kursgewinnen an den Aktienbörsen von Frankfurt und New York kein Gewinn. Angesichts dieser Ausgangslage sei das Jahresergebnis 2010 erfreulich ausgefallen, schreibt die Alpha Rheintal Bank in einer Medienmitteilung.

Kundenausleihungen stiegen

Die Bilanzsumme der Alpha Rheintal Bank erhöhte sich per 31. Dezember 2010 um 52,101 Mio. Franken auf 1,449 Milliarden Franken (+3,7%). Besonders erfreulich ist die Ausweitung des Kundenausleihungsvolumens. Die aktive Betreuung der Kundschaft und eine anhaltend starke Bautätigkeit spiegeln sich in einer hohen Nachfrage nach Finanzierungen. Die Kundenausleihungen stiegen deutlich um beachtliche 95,295 Mio. Franken auf 1,203 Milliarden Franken (+8,6%). Die Spargelder und die übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden erhöhten sich um 38,094 Mio. Franken und betragen 856,111 Mio. Franken (+4,7%). Auf der anderen Seite haben die Kassenobligationen um 35,665 Millionen (–19,3%) abgenommen; die Anleger tätigen bei den tiefen Zinsen keine langfristigen Anlagen. Der SMI veränderte sich im Vergleich mit dem Jahresanfang 2010 praktisch nicht. Die Depotwerte der von der Alpha Rheintal Bank betreuten Kunden erhöhten sich im abgelaufenen Jahr trotz negativer Währungseinflüsse und der gehaltenen Börse in der Schweiz. Die Erhöhung der Depotwerte um 74,580 Mio. Franken auf 1,388 Milliarden Franken (+5,7%) resultierte aus Neugeldzuflüssen und Kursveränderungen.

Entwicklung des Ergebnisses

Dank der Ausweitung des Kreditvolumens gelang es der Bank, den Zinserfolg vom Vorjahr, trotz der tiefen Zinsen und dem damit einhergehenden Druck auf die Zinsmarge, zu halten. Der Erfolg von 17,875 Mio. Franken (–1,4%) aus dem Zinsengeschäft im abgelaufenen Jahr ist angesichts der dargestellten Marktlage und dem angesprochenen tiefen Zinsumfeld positiv zu werten.

Der Ertrag aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich auf 6,62 Mio. Franken (+10,1%). Positiv entwickelte sich auch der Erfolg aus dem Handelsgeschäft mit einem Ertrag von 2,182 Mio. Franken (+14,4%). Der Ertrag im übrigen ordentlichen Erfolg bewegt sich mit 513 000 Franken auf Vorjahresniveau. Die Erträge aller Geschäftsbereiche stiegen im Jahr 2010 auf 27,19 Mio. Franken (+2,4%), während der Geschäftsaufwand mit 15,715 Mio. Franken (-0,1%) unwesentlich tiefer ausfiel. Diese Faktoren ergeben einen Bruttogewinn von 11,475 Mio. Franken oder 636 000 Franken (+5,9%) mehr als im Vorjahr.

Die Abschreibungen betragen gesamthaft 2,436 Mio. Franken; davon entfallen 1,303 Mio. Franken für die zweite von fünf Tranchen für die Abschreibung der Informatikumstellung. Nach der Bildung der Wertberichtigungen und Rückstellungen von 1,06 Mio. Franken ergibt sich ein Zwischenergebnis von 7,979 Mio. Franken (+13,3%). Im Jahr 2009 konnten aufgrund der Aufwendungen für die Umstellung auf die neue Informatik einmalige steuerliche Abzüge geltend gemacht werden. Trotz der wesentlich höheren Steuerbelastung um 679 000 Franken auf 1,472 Mio. Franken kann die Alpha Rheintal Bank einen gestiegenen Jahresgewinn von 6,671 Mio. Franken (+2,2%) ausweisen.

Der ausgewiesene Jahresgewinn von 6,671 Mio. Franken erlaubt die Ausschüttung einer attraktiven Dividende von 10 Franken (20%) pro Aktie. Die Reserven können erneut um 3,7 Mio. Franken erhöht werden. Nach Gewinnverwendung beträgt das Eigenkapital der Alpha Rheintal Bank 122,319 Mio. Franken (+3,1%).

Ausblick auf das laufende Jahr

Die Schuldenkrise in Europa und die expansive Geldpolitik werden uns auch im neuen Jahr begleiten. Wir müssen wohl weiterhin mit einem starken Schweizer Franken leben. Die Zinsen bleiben in diesem Umfeld tief und wirken sich negativ auf die Zinserträge aus. Die Situation im Anlageberatungsgeschäft bleibt herausfordernd. Die Beurteilung der Chancen bleibt ungeachtet der attraktiven Bewertung der Aktienmärkte sehr anspruchsvoll und die Frankenstärke wird die Anleger in Schweizer Franken belasten. In Anbetracht der aktuellen Zinssituation, der Markteinschätzung und der damit zusammenhängenden Ertragsaussichten erachtet die Alpha Rheintal Bank AG einen Gewinn, der auf dem Niveau von 2010 liegt, als eine herausfordernde Zielsetzung für das Jahr 2011. Die Alpha Rheintal Bank AG setzt alles daran, erfolgreich zu sein und bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen und die Treue in die Bank. (pd)

Stefan Frei, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Stefan Frei, Vorsitzender der Geschäftsleitung.

Thomas Gerosa, Präsident des Verwaltungsrates.

Thomas Gerosa, Präsident des Verwaltungsrates.

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